Chemnitz - Das Ende einer Ära: Mehr als 150 Jahre stand der "Baum des Friedens" auf der Schloßteich-Insel in Chemnitz. Jedoch setzten ihm Brandstiftung und Fäule so zu, dass die Esche am Mittwoch gefällt werden musste.
Als 1870 die Schloßteich-Insel eingeweiht wurde, war die Esche wahrscheinlich einer der ersten Bäume dort. Kaum vorzustellen, was sie in der Zeit alles "gesehen" haben muss.
Jedoch setzten ihr die letzten Ereignisse besonders zu. Fatal: 2025 wurde in ihrem hohlen Stamm ein Feuer gelegt. Vier Freunde bemerkten damals die Flammen und riefen die Feuerwehr. Bis zum Eintreffen der Kameraden versuchten sie, den Brand in Schach zu halten.
Die Polizei bestätigte damals: Der Baum wurde vorsätzlich in Brand gesetzt und dadurch stark beschädigt.
Nach dem Brandanschlag sägte das Grünflächenamt die Baumkrone ab. Das weitere Schicksal des Baums war damals noch ungewiss. Doch dann der zweite Brand Anfang Januar dieses Jahres: Eine Polizeistreife bemerkte die Flammen und rief die Feuerwehr. Doch Rettung kam zu spät.
"Nach der erneuten Brandstiftung ist der markante Baum irreversibel geschädigt worden", so die Stadt Chemnitz. Zudem litt der alte Baum unter einer Fäule, verursacht durch Pilze. Laut Rathaus beeinträchtigten die Holzfäule und die Brände die Standfestigkeit der Esche. Damit wurde sie zum Sicherheitsrisiko.
Mit der Baumfällung fällt auch ein Brutplatz für Vögel weg. Ersatzbrutkästen brachte die Stadt an umliegenden Bäumen an. Zudem soll in diesem Jahr noch ein neuer Baum gepflanzt werden.