"Seltene Erden" machen diesen Chemnitzer zum Bestseller-Autor

Chemnitz - Ohne "Seltene Erden" funktioniert in unserer Welt nichts – deshalb ist der Rohstoff so begehrt. Der promovierte Chemnitzer Politikwissenschaftler Jakob Kullik (38) hat ein Buch über die Thematik geschrieben und das damit verbundene Konfliktpotenzial zwischen den führenden Industrienationen. Schon jetzt ist es ein Bestseller.

Dr. Jakob Kullik (38) mit seinem Bestseller "Seltene Erden".  © Ralph Kunz

Europium, Ytterbium, Scandium etc.: Diese und noch 14 weitere wenig bekannte chemische Elemente sind in Schlüsseltechnologien enthalten, die unentbehrlich für unseren täglichen Bedarf sind.

"Wenn Sie beim Auto die Taste drücken, wo die Scheibe nach oben geht – in diesem Servomotor sind 'Seltene Erden' enthalten", erklärt Jakob Kullik. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der TU Chemnitz.

Auch Smartphones oder die Motoren von Windkraftanlagen würden ohne jene Elemente nicht funktionieren. In seinem Buch "Seltene Erden" (Quadriga-Verlag, 24 Euro) skizziert Kullik, wie der Kampf um die begehrten Rohstoffe bald auf einer Ebene geführt werden könnte wie der um Öl und Gas.

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Dabei wird der Konflikt zwischen dem Westen und China als aktuellem Hauptproduzenten der "Seltenen Erden" thematisiert und welche Auswirkungen diese Spannungen auf die EU und Deutschland haben.

Überdies gibt Kullik, der ein knappes Jahr an dem Buch schrieb, einen Ausblick, was der Rohstoff-Konflikt mit den aktuellen Streitigkeiten zwischen den USA und Grönland auf sich hat.

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Diese Seltene-Erden-Pulver werden unter anderem als Poliermittel in der chemischen Industrie benötigt.  © U.S. Government Works
Die "Mountain Pass"-Mine in Kalifornien ist der aktuell einzige Standort in den USA, wo seltene Erden gewonnen werden.  © USGS (United States Geological Survey)

Nachdem das Sachbuch im Juni erschienen ist, stieg es nun mit dem achten Platz in die Liste der "Manager Magazin Wirtschaftsbestseller Top 20" ein. "Ich bin gespannt, ob das Buch in der Bestseller-Liste in den kommenden Monaten noch weiter nach oben klettert", sagt Kullik.

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