Sie stehen auf der Roten Liste: So will Chemnitz jetzt Igel schützen

Chemnitz - Chemnitz schützt die Igel! Um den kleinen Stacheltieren zu helfen, hat die Stadt ein Nachtfahrverbot für Mähroboter erlassen.

Mähroboter sind nur eine Gefahr für Igel, auch Motorsensen oder Fadenmäher können den kleinen Stacheltieren gefährlich werden.  © 123RF/fokusiert

Seit zwei Jahren sind Igel auf der internationalen Roten Liste als "potenziell gefährdet" eingestuft. Eine Ursache für den Rückgang der Tiere sind unter anderem Mähroboter.

Die Geräte, die vielen Gartenbesitzern das Leben leichter machen sollen, sind eine große Gefahrenquelle für Igel und andere heimische Kleintiere. Besonders kritisch wird es, wenn die Roboter in der Dämmerung oder nachts zum Einsatz kommen, da besonders Igel dämmerungs- und nachtaktiv.

Wenn ein Mähroboter auf die kleinen Stacheln zukommt, flüchten sie nicht, sondern rollen sich zu einer Kugel zusammen und erleiden so oft schwere Verletzungen wie abgetrennte Gliedmaßen. Oftmals überleben die Tiere solche Unfälle nicht.

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Deshalb gilt im gesamten Stadtgebiet von Chemnitz ein Nachtfahrverbot für Mähroboter. "Zum Schutz von Igeln und anderen kleinen Wirbeltieren ist damit der Betrieb von Mährobotern in der Zeit von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis einer halben Stunde nach Sonnenaufgang des folgenden Tages verboten", teilte die Stadtverwaltung mit.

Das Verbot ist nicht neu, nachdem allein 47 verletzte Igel 2024 gemeldet wurden, von denen 24 starben, wurde bereits 2025 eine Allgemeinverfügung zum Nachtfahrverbot erlassen.

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So einfach kann man Igel schützen

Igel stehen seit zwei Jahren auf der Roten Liste und gelten als potenziell gefährdet. (Symbolfoto)  © 123RF / kwasny221

Doch nicht nur Mähroboter können Igeln und Co. gefährlich werden, sondern auch Fadenmäher, Freischneider und Motorsensen, die bei der Pflege von Rasenkanten oder unter Büschen und Hecken zum Einsatz kommen. Denn dorthin ziehen sich Igel gern tagsüber zum Schlafen zurück.

Wenn man den Igeln helfen will, aber nicht auf den Mähroboter verzichten kann, wird empfohlen, dass die Mähroboter tagsüber und nie unbeaufsichtigt im Einsatz sind. Man kann im Garten Rückzugsorte schaffen, indem Laub-, Totholz- und
Reisighaufen nicht entfernt oder bewusst angelegt werden.

Heimische Pflanzen und Gehölze sowie Blühwiesen können ebenfalls zur Artenvielfalt im Garten beitragen.

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