Wieder freie Sicht aufs Loch am Chemnitzer Tietz

Chemnitz - Die KuHa ist längst Geschichte, die blauen Deko-Planen sind inzwischen auch weg – aber das "Loch der Schande" mitten in Chemnitz ist geblieben. Zwischen Tietz und Zschopauer Straße wuchert weiter der Stillstand auf dem Baufeld 3 des Prestige-Projekts "Neue Johannisvorstadt".

Nach dem Abbau der blauen Deko-Planen herrscht wieder freier Blick auf das "Loch der Schande" am Tietz.
Nach dem Abbau der blauen Deko-Planen herrscht wieder freier Blick auf das "Loch der Schande" am Tietz.  © Ralph Kunz

Dabei liest sich im Internet immer noch alles wunderbar. Auf der Seite neue-johannisvorstadt.de heißt es bis heute vom Bauherrn, der Leipziger Hansa Real Restate (HRE), "Moritz am Park" sei "kurz vor Baubeginn" – ein Eintrag vom 9. Oktober 2023, in dem der Baustart für Frühjahr 2024 angepeilt wurde.

Im Oktober 2025 war in einer Antwort auf eine TAG24-Anfrage die Rede vom Anlaufen erster Maßnahmen, die dann wieder unterbrochen wurden.

Auf der HRE-Seite wird die anderthalb Fußballfelder große Fläche weiterhin offensiv vermarktet, ein Immobilienportal führt das Projekt inzwischen mit Baujahr 2027 und immer noch 105 freien von 144 Wohneinheiten.

Chemnitz: Bald weniger Öffis in Chemnitz? Stadtrat will beim ÖPNV kräftig sparen
Chemnitz Lokal Bald weniger Öffis in Chemnitz? Stadtrat will beim ÖPNV kräftig sparen

Auf eine aktuelle Anfrage hin schweigt das Leipziger Unternehmen bislang dazu.

Auch das Rathaus hat offenbar immer weniger Lust, sich dazu zu äußern und verweist seinerseits auf den Bauherrn. Wenn bis 2028 nichts realisiert ist, hat die Stadt nach eigener Aussage eine Rückkaufoption.

Titelfoto: Ralph Kunz

Mehr zum Thema Chemnitz Lokal: