Stahlgigant über der Chemnitz: Großbaustelle geht vorwärts

Chemnitz - Mitten in der Nacht hob ein großer Kran einen Stahlgiganten über die Chemnitz: Unter grellem Scheinwerferlicht schwebte die neue Fußgängerbrücke am Chemnitzer Falkeplatz Zentimeter für Zentimeter in ihre Position.

Unter Scheinwerferlicht wurde in der Nacht zum Mittwoch die neue Brücke eingehoben.  © Jan Härtel

Gegen 20 Uhr musste dafür am Dienstag die Theaterstraße gesperrt werden. Mit Blaulicht-Begleitung trafen gegen Mitternacht die Brückenteile ein, wurden per Autokran angehoben und passgenau eingesetzt. "Bis 4 Uhr hat die Maßnahme gedauert", sagt VMS-Sprecher Falk Ester (57). "Es lief alles reibungslos."

Die knapp drei Meter breite Brücke ist für Fußgänger und Radfahrer gedacht. Sie entsteht im Zuge der Bauarbeiten für das "Chemnitzer Modell", da der bisherige Fußweg über die Chemnitz am Falkeplatz wegfällt.

Aktuell fehlen noch die Belagsplatten, erst danach kann die Brücke freigegeben werden. Ein genauer Termin steht noch aus.

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Laut Ester soll die Brücke anschließend bis zum Ende des Bauabschnitts am Falkeplatz in Betrieb bleiben – also voraussichtlich bis Ende 2028.

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Bei dem Einhub war viel Fingerspitzengefühl gefragt, um die Stahlbrücke perfekt an Ort und Stelle zu bringen.  © Jan Härtel

Änderungen im Linienverkehr ab Montag

Der Falkeplatz bleibt bis 2028 Dauerbaustelle.  © Kristin Schmidt

Für Autofahrer ändert sich laut VMS am Falkeplatz erst einmal nichts.

Im Linienverkehr kommt es allerdings ab Montag bis voraussichtlich Juli zu einigen Änderungen. Die Straßenbahnlinie 4 fährt verkürzt nur noch bis "Falkeplatz/Museum Gunzenhauser". Den Anschluss Richtung Zentrum sichern die Buslinien 23 und 31 sowie die Verstärkerlinie E31, die Fahrgäste unter anderem zur Zentralhaltestelle und zum Hauptbahnhof bringen.

Alle weiteren Informationen findet Ihr unter: cvag.de/cm4.

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