Ab Montag: Chemnitzer Modell nimmt Kurs auf Limbach-Oberfrohna
Chemnitz - Am Montag wird's ernst: Das größte Infrastrukturprojekt der vergangenen Jahre beginnt. Die vierte Baustufe des Chemnitzer Modells sorgt ab kommender Woche für Verkehrseinschränkungen mitten in der Innenstadt.
"Am Falkeplatz werden ab Montag die Baustellen-Einrichtungen aufgestellt und die Verkehrsführungen angepasst", so Alexander Kirste, Verkehrsbereichsleiter des VMS.
Zudem wird die Mühlenstraße zwischen Brückenstraße und Stadtbad gesperrt. Ab dem 19. Februar folgt die Sperrung der Linksabbieger-Spuren von der Zwickauer Straße auf die Theaterstraße.
"Wir müssen das nicht schönreden - natürlich wird es dort zu Verkehrsbehinderungen kommen", sagt Baubürgermeister Thomas Kütter (49, parteilos). Durch den Wegfall von Fahrspuren werde sich insbesondere die Kreuzung am Falkeplatz zu einem Nadelöhr entwickeln.
Die Einschränkungen seien jedoch deutlich geringer als bei einer Vollsperrung.
Projekt sei sehr herausfordernd
Bis Mai wird dann am Falkeplatz ein Baugleis eingerichtet, sodass der Straßenbahnverkehr dort für die restliche Bauzeit sichergestellt ist. "Das Projekt ist wichtig, aber auch sehr herausfordernd", so CVAG-Chef Jens Meiwald (62). "Wir sind jedoch unterm Strich gut aufgestellt in unserer Planung."
Wichtig sei die Information für die Bürger. Darüber sind sich alle Beteiligten einig. Auf der VMS-Website wurde deshalb ein Baustellen-Monitor eingerichtet.
Hintergrund der gesamten Maßnahmen ist die Errichtung einer zweigleisigen Strecke, die den Zentrumsring der Bahn um die Innenstadt schließt. Es ist zugleich der erste Abschnitt für den Ausbau in Richtung Limbach-Oberfrohna. "Wir werden nicht in wenigen Jahren fertig sein", betont VMS-Geschäftsführer Mathias Korda (47).
Der erste Abschnitt zwischen der Kreuzung Brücken-/Mühlen-/Theaterstraße und der Kaßbergauffahrt soll Ende 2027 fertig sein. Die Arbeiten am Falkeplatz dauern bis 2028.
Titelfoto: Bildmontage: Uwe Meinhold, VMS

