Traum geplatzt! Chemnitzer Dreispringer muss im WM-Finale aufgeben
Chemnitz/Tokio - Bereits in den Wochen vor der Weltmeisterschaft litt Dreispringer Max Heß (29) unter Schmerzen in der Hüfte, Leiste sowie im Rücken. Jetzt wurden ihm diese offenbar bei der Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Tokio zum Verhängnis.
Am Mittwoch konnte der frühere Europameister nicht an seine vergangenen Weiten anknüpfen und sprang in der Qualifikation nur 16,09 Meter. Nach dem zweiten von drei Versuchen musste er dann verletzungsbedingt abbrechen.
Er habe in den vergangenen Monaten einfach nur versucht, "halbwegs fit zu werden", sagte Heß in einem ARD-Interview. "Es hat leider nicht ganz gereicht, um hier eine gute Performance abzuliefern." Zu den bestehenden Wehwehchen hätten sich während des Wettkampfes auch noch Beschwerden in beiden Füßen gesellt.
So gerne hätte der Chemnitzer an seinen Erfolg während der Hallensaison angeknüpft, als er bei den Europameisterschaften Silber erreichte.
Letztendlich fehlten aufgrund der körperlichen Probleme an die 100 Trainingssprünge, schätzte der 29-Jährige. So war es einfach unmöglich, eine stabile Technik aufzubauen.
Den Optimismus verliert er nicht, auch wenn es manchmal schwierig sei. Doch er weiß, was er kann. "Deswegen mache ich den Sport", ist Heß von seinem Können überzeugt.
Sein Ziel sei nun ein erfolgreiches und schmerzfreies Jahr 2026. Und langfristig? Da blickt er bereits nach Los Angeles zu den Olympischen Sommerspielen 2028.
Titelfoto: Michael Kappeler/dpa
