Überbleibsel von Akrobaten? Darum hängen Netze an dieser Staatsstraße

Chemnitz/Gersdorf - Werden Straßen zum Übungsfeld für Hochseilartisten?

Mysteriöse Netze, hier zwischen Hohenstein-Ernstthal und Wüstenbrand: Sie sollen bei der Erneuerung der Stromleitung vor herabfallenden Teilen schützen.
Mysteriöse Netze, hier zwischen Hohenstein-Ernstthal und Wüstenbrand: Sie sollen bei der Erneuerung der Stromleitung vor herabfallenden Teilen schützen.  © Ralph Kunz

Immer mehr Gerüste entstehen zwischen Chemnitz-Röhrsdorf und Gersdorf (Landkreis Zwickau), dazwischen sind schwarze Netze gespannt. Doch auf Akrobaten warten Neugierige vergebens - es handelt sich um einen Schutz vor herabfallenden Stromleitungen.

Die Firma MITNETZ Strom werkelt derzeit an der 110-kV-Leitung zwischen Röhrsdorf und Gersdorf.

Erneuert wird alles: 33 Masten und je sechs Stahlleitungen dazwischen. 9,8 Kilometer Stromleitung insgesamt. Aktuell sind die Arbeiten bei Grüna und Wüstenbrand angelangt.

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MITNETZ-Strom-Sprecher Hagen Rühmer (49) erklärt die 8-Millionen-Euro-Investition: "Die Anlage von 1965 ist veraltet. Die neuen Masten und Leitungen vertragen mehr Eislast und leiten mehr Strom durch." Während der Arbeiten fließt die Energie über provisorische Leitungen.

Wenn mal ein Stück Stromleitung vom Himmel fällt, sollen die elastischen Netze über den Straßen Unfälle verhindern. Die Arbeiten dauern bis November.

Titelfoto: Ralph Kunz

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