Vogelgrippe-Verdacht in Chemnitzer Tierpark bestätigt: Wie geht es nun weiter?
Chemnitz - Jetzt steht es fest: Im Chemnitzer Tierpark ist die Vogelgrippe ausgebrochen!
Über den Vogelgrippe-Verdachtsfall im Tierpark informierte bereits die Stadt. Zwei Hühner wurden tot aufgefunden. Die Vögel wurden anschließend zur Untersuchung gebracht. Erste Ergebnisse zeigten, dass die Tiere wohl an der Vogelgrippe gestorben waren.
Eine abschließende Untersuchung in einem Bundesforschungsinstitut bestätigte die Annahme. Wie die Stadt am Samstag mitteilt, wurde bei den toten Hühnern nun auch durch das Bundesinstitut das stark krankmachende Virus Influenza A, Subtyp H5N1 nachgewiesen.
Heißt: Die Hühner sind sehr wahrscheinlich an der Vogelgrippe gestorben. Der Tierpark wurde geschlossen, alle Vögel mussten in ihre Ställe. So soll verhindert werden, dass sich das Virus weiter ausbreitet - vor allem, um die Tiere vor Wildvögeln zu schützen, die als Hauptüberträger gelten.
Das Virus H5N1 ist besonders gefährlich für Geflügel: Hühner, Enten oder Gänse sterben oft innerhalb kürzester Zeit. Genau deshalb gelten bei einem Ausbruch brutale Regeln: Ganze Bestände werden oftmals getötet, um die Seuche zu stoppen.
Chemnitz will Töten von Vögeln vermeiden
In Chemnitz soll das Töten der Vogel aber möglichst vermieden werden. Die Stadt prüft Ausnahmen, die es erlauben, die Vögel im Tierpark am Leben zu lassen. So werden unter anderem weitere Tests und Kontrollen durchgeführt.
"Die gegenwärtig veranlassten Einschränkungen für Besucherinnen und Besucher des Tierparks müssen so lange aufrechterhalten werden, wie es die Tierseuchenlage erfordert", heißt es dazu.
Für Menschen besteht zum Glück keine akute Gefahr. Eine Ansteckung ist nur bei sehr engem Kontakt mit einem infizierten Vogel möglich.
Übrigens: Erst am vergangenen Wochenende wurde in Chemnitz gefundene ein toter Kormoran gefunden.
Auch in diesem Fall prüfte die Stadt, ob das Tier an der Vogelgrippe erkrankt war. Ergebnis: Der Kormoran war laut Stadt nicht von dem Virus befallen.
Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz, Marijan Murat/dpa
