NSU-Ausstellung in Chemnitz eröffnet

Chemnitz - Offene Fragen und ein offener Prozess: Eine gleichnamige Ausstellung in der Neuen Sächsischen Galerie im Tietz in Chemnitz widmet sich seit Dienstag der zehn NSU-Morde - und der teilweise mangelhaften Aufklärung.

Neue Ausstellung "Offener Prozess" zur Geschichte des NSU und des Rassismus in der Neuen Sächsischen Galerie: Filme und Plakate zeigen, dass viele Fragen offen sind.
Neue Ausstellung "Offener Prozess" zur Geschichte des NSU und des Rassismus in der Neuen Sächsischen Galerie: Filme und Plakate zeigen, dass viele Fragen offen sind.  © Ralph Kunz

Schilder, Transparente und Filme zeigen Etappen des Rassismus in Deutschland. "Der begann nicht mit den NSU-Morden, sondern viel früher", weiß Projektleiterin Hannah Zimmermann (32) vom Verein AFA in Chemnitz.

So zeigt ein Film Geschichten der Gastarbeiter in den 70-er Jahren in Westdeutschland. Angehörige der ermordeten Türken und Griechen kommen auf einer Demo in Kassel zu Wort.

Spannend die Rekonstruktion der Schüsse im Kasseler Internetcafé. Bis heute ist die Rolle eines Verfassungsschützers unklar.

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Die Ausstellung läuft bis 7. November, täglich von 11 bis 17 Uhr, dienstags bis 19 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Projektleiterin Hannah Zimmermann (32) an der Station "Kein 10 Opfer" in der Ausstellung "Offener Prozess".
Projektleiterin Hannah Zimmermann (32) an der Station "Kein 10 Opfer" in der Ausstellung "Offener Prozess".  © Ralph Kunz

Weitere Infos unter offener-prozess.net.

Titelfoto: Ralph Kunz

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