Chemnitz - Die Kosten für die Heimpflege in Chemnitz steigen und steigen. Neue Zahlen aus dem Rathaus sind alarmierend. Für 2025 weist die Stadt allein bei der Hilfe zur Altenpflege in Einrichtungen bereits mehr als sieben Millionen Euro aus - für Senioren, die sich den Heimplatz nicht leisten können.
Sozialbürgermeisterin Dagmar Ruscheinsky (66, parteilos) liefert auf die gemeinsame Ratsanfrage von Linken und Grünen auch die nächste Zahl, die hängen bleibt:
"Zum 31.12.2025 haben 834 Personen Hilfe zur Pflege in Einrichtungen erhalten."
Und während das Geld fließt, staut sich die Bürokratie: "In rund 340 Fällen ist aktuell die Bearbeitung der Anträge noch nicht abgeschlossen."
Zum Vergleich: Ende 2024 waren es laut früherer Auskunft 740 Leistungsberechtigte, dazu rund 290 offene Bearbeitungen - der Berg wird also nicht kleiner, er wächst.
Gleichzeitig geraten die Heime selbst unter Druck. Die Heimaufsicht des KSV Sachsen hat 2025 15 Chemnitzer Pflegeeinrichtungen geprüft, vier davon anlassbezogen.
Ergebnis: fünf Mängel bei der personellen Ausstattung und sieben Mängel beim Personaleinsatz. Welche Heime betroffen sind, ist unklar. In einem Fall wurde sogar ein Zwangsgeld verhängt.