Chemnitz: LSG-Präsidentin will Altverfahren abbauen

Chemnitz - Verbesserte Technik, Entlastung für die Behörden und eine neue Präsidentin: Das Landessozialgericht (LSG) in Chemnitz zieht eine positive Bilanz für das vergangene Jahr 2022. Die neue Präsidentin Claudia Kucklick (60) verkündete zudem ihre konkreten Ziele.

Claudia Kucklick (60) ist seit März Präsidentin am Landessozialgericht in Chemnitz.
Claudia Kucklick (60) ist seit März Präsidentin am Landessozialgericht in Chemnitz.  © Uwe Meinhold

Die Digitalisierung schreitet zusehends voran: Die Mitarbeiter des Gerichts wurden mit der E-Verfahrensakte vertraut gemacht.

Auch sind nun die Sitzungssäle dank neuer Videokonferenztechnik besser ausgestattet. So können sich an immer mehr Verfahren Prozessbeteiligte per Video zuschalten.

Laut Gerichtspräsidentin Claudia Kucklick sind wie bereits 2021 auch im Vorjahr die Neueingänge an den Sozialgerichten in Chemnitz, Dresden und Leipzig zurückgegangen. 2022 waren es beim Landessozialgericht 2190 Verfahren - ein Rückgang um mehr als 25 Prozent verglichen mit 2021.

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Ein Grund dafür ist, dass durch die vermehrte Zulassung von Sozialleistungen während Corona die Gerichte entlastet wurden. Weniger Verfahren führten jedoch auch zu mehr Personalabbau - und ältere Verfahrensbestände verteilen sich nun nur noch auf weniger Richter.

"Der Abbau der Altverfahren ist mir ein besonderes Anliegen", so Kucklick.

Titelfoto: Uwe Meinhold

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