Grüne starten neuen Anlauf für Feuerwerks-Verbotszonen in Chemnitz

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Chemnitz - In rund acht Wochen steht Silvester vor der Tür. Für viele Tiere bedeutet die Böllerei Stress, Panik und im schlimmsten Fall sogar Gefahr. Doch wer in Chemnitz auf Feuerwerks-Verbotszonen rund um Tierheim, Tierpark und Co. hofft, dürfte enttäuscht werden.

In rund acht Wochen wird zu Silvester wieder geböllert.
In rund acht Wochen wird zu Silvester wieder geböllert.  © Kristin Schmidt

Das geht aus einer Antwort der Stadt auf eine Informationsanfrage von Grünen und Linken hervor. Die Fraktionen wollten wissen, welche Möglichkeiten Chemnitz hat, Tiere zu Silvester besser zu schützen.

"In den letzten drei Jahren sind weder Beschwerden, Schadensereignisse noch erhebliche Beeinträchtigungen hier bekannt oder angezeigt worden", erklärt Ordnungsbürgermeister Knut Kunze (56, parteilos).

Auch rechtlich sieht die Verwaltung kaum Spielraum. Zwar können Kommunen unter bestimmten Voraussetzungen Feuerwerks-Verbote erlassen. Dafür muss jedoch eine konkrete Gefahr für Menschen oder Sachgüter nachgewiesen werden. Eine bloß mögliche Gefährdung reicht nicht aus.

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In anderen Städten gibt es solche Schutzzonen bereits, etwa rund um das Tierheim Starnberg oder den Tierpark Hellabrunn in München. In Chemnitz sei die Rechtslage jedoch anders: Der Tierpark ist eine städtische Einrichtung. Seine Tiere gelten deshalb nicht als Eigentum Dritter.

Für Tiere bedeutet die Knallerei meist Stress und Panik.
Für Tiere bedeutet die Knallerei meist Stress und Panik.  © Petra Hornig

Auch Wildtiere lassen sich auf diesem Weg nicht schützen, da sie rechtlich nicht als Sachgüter Dritter gelten. Besondere Schutzmaßnahmen sind für Chemnitz daher derzeit nicht vorgesehen.

Titelfoto: Bildmontage: Petra Hornig, Kristin Schmidt

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