"Loch der Schande" bald Geschichte? Neuer Starttermin für die Baulücke am Tietz

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Chemnitz - Rollen diesmal wirklich die Bagger? Für das "Loch der Schande" zwischen Tietz und Zschopauer Straße in Chemnitz gibt es den nächsten Starttermin.

Die Werbetafel an der Zschopauer Straße verspricht immer noch den Baustart für "Moritz am Park" für Herbst 2023.
Die Werbetafel an der Zschopauer Straße verspricht immer noch den Baustart für "Moritz am Park" für Herbst 2023.  © Kristin Schmidt

"Der Baustart wird nach aktuellem Stand im Herbst 2026 beginnen", erklärt eine Sprecherin von Projektentwickler BPD. Die Bauzeit werde rund zweieinhalb Jahre betragen, die Fertigstellung sei für Sommer 2029 vorgesehen.

Geplant sind 143 Eigentumswohnungen mit mehr als 10.000 Quadratmetern Wohnfläche, eine Tiefgarage und sieben Gewerbeeinheiten.

Doch angekündigt wurde am Tietz schon viel. Ursprünglich sollte der Bau im Frühjahr 2022 starten. Später war vom Herbst 2023, dann vom Frühjahr 2024 die Rede. Ende 2025 sollte ursprünglich bereits alles fertig sein.

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Auch erste Geländearbeiten in dem inzwischen völlig zugewucherten Areal brachten keinen Durchbruch.

Das Rathaus erklärte im vergangenen Jahr: "Der Beginn der Bauarbeiten wurde angezeigt, erste Maßnahmen wurden eingeleitet. Jedoch wurden die Bauarbeiten unterbrochen."

Letzte Chance für das Prestigeprojekt

Das Baufeld für das Wohnprojekt ist mittlerweile dicht bewachsen.
Das Baufeld für das Wohnprojekt ist mittlerweile dicht bewachsen.  © Kristin Schmidt

BPD verweist heute zusätzlich auf die Baukrise. "Die Verzögerung ist auf ökonomische und finanzielle Faktoren zurückzuführen. Die Zinsentwicklung und die steigenden Baupreise haben eine große Rolle gespielt", so die Sprecherin. Offenbar lief der Verkauf sehr schleppend.

Der neue Zeitplan dürfte die letzte Chance für das Prestigeprojekt sein. Bislang hieß es aus dem Rathaus, dass Chemnitz die Fläche zurückkaufen könne, falls bis 2028 keine bauliche Realisierung erfolgt.

Da die Fertigstellung nun erst 2029 geplant ist, wurde die Frist offenbar verlängert.

Titelfoto: Kristin Schmidt

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