Stufe vier des Chemnitzer Modells: Stadtrat entscheidet über den Umbau der Leipziger Straße
Chemnitz - Während am Falkeplatz und in der Theaterstraße längst am neuen Chemnitzer Innenstadtring gebaut wird, steht schon die nächste Etappe des Chemnitzer Modells (Stufe vier) an. Nächste Woche soll der Stadtrat entscheiden, wie die Straßenbahn künftig über die Leipziger Straße Richtung Limbach-Oberfrohna (Landkreis Zwickau) geführt wird.
Für den rund 1,7 Kilometer langen Abschnitt plant das Baudezernat 61 Millionen Euro netto. Die neue Strecke soll an den derzeit entstehenden Zentrumsring anschließen. Von der Hartmannstraße bis zur Mittelstraße sollen die Gleise zunächst auf der östlichen Straßenseite verlaufen, danach wechseln sie in die Mitte der Leipziger Straße und führen bis zur Wittgensdorfer Straße.
Für Autofahrer wichtig: Die Leipziger Straße bleibt vierspurig. Heute rollen dort je nach Abschnitt 29.000 bis 38.000 Fahrzeuge täglich.
Deshalb hält Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) am "vierstreifigen Ausbaustandard der Leipziger Straße" fest.
Die 61 Millionen Euro seien zudem auch noch nicht die komplette Rechnung. Planung, Gebühren sowie Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen fehlen in der Schätzung. Bis zu 90 Prozent sollen Bund und Freistaat zuschießen.
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Bäume müssen weichen
Auch Bäume müssen weichen: Am Leipziger Platz nennt Kütter "drei zur Fällung vorgesehene Bäume". Zur Umwelt- und Kleintierkartierung seien derzeit "noch keine abschließenden Aussagen" möglich.
Geplant sind außerdem vier Öffi-Haltestellen: Salzstraße, Glauchauer Straße, Küchwaldring und Botanischer Garten. Allerdings sollen Lage und Zahl zwischen Leipziger Platz und Wittgensdorfer Straße „einer nochmaligen Prüfung unterzogen“ werden.
Die nächsten Schritte sind schon abgesteckt: Bis Juni 2027 sollen die Pläne stehen, bis Ende 2029 das nötige Baurecht durch sein.
Wann danach die Bagger auf der Leipziger Straße anrollen, ist aber noch offen.
Titelfoto: IproPlan/VMS

