VMS und VVV bald unter einem Dach? Stadt Chemnitz tritt auf die Bremse

Chemnitz - Sollen der Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS) und der Verkehrsverbund Vogtland (VVV) künftig unter einem Dach fahren?

Auch die Variobahn würde nach den Vorstellungen der AfD für einen neuen Super-Verkehrsverbund fahren.  © VMS

Die AfD-Ratsfraktion um Volker Dringenberg (53) will OB Sven Schulze (54, SPD) dazu auffordern lassen, sich als Chemnitzer Vertreter in der Verbandsversammlung dafür starkzumachen.

Vorbild ist der neue Zweckverband Verkehrsverbund Ostsachsen (ZVVO), in dem zwei ostsächsische Verbände zu Jahresbeginn aufgegangen sind. Als positive Folgen erwartet die Fraktion weniger Verwaltung, einfachere Tarife und mehr Effizienz.

Doch bereits vor der Entscheidung im Stadtrat tritt das Stadtoberhaupt auf die Bremse. Südwestsachsen sei nicht Ostsachsen, so Schulze: "Aufgrund der inhaltlichen Unterschiede ist ein einfacher Beitritt des Vogtlandkreises in den ZVMS mit der Folge einer Kosteneinsparung nicht möglich."

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Während der VMS umfangreiche Investitions- und Betreiberaufgaben stemme, organisiere der Vogtland-Verbund zusätzlich selbst den Busverkehr - samt eigenem Busunternehmen. Zwei Systeme, zwei Strukturen, zwei Welten.

Auch eine Fusion der GmbHs sei "nicht zielführend", weil die Aufgaben eben nicht deckungsgleich seien.

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