Chemnitz - Was wird aus der neuen Lidl-Filiale auf dem Gelände der ehemaligen Textima-Nadelfabrik? Der Streit um den geplanten Neubau an der Annaberger Straße geht in die entscheidende Phase: Am Mittwoch stimmt der Stadtrat über den Bebauungsplan ab. Laut diesem soll eine größere Lidl-Filiale dort verhindert werden.
"Damit hat die Stadt ihren Standpunkt klargemacht", so Baubürgermeister Thomas Kütter (50, parteilos) dazu. Für den Discounter ist lediglich eine Verkaufsfläche von maximal 800 Quadratmetern vorgesehen.
Die ursprünglich geplante Lidl-Filiale mit rund 1460 Quadratmetern wäre damit vorerst vom Tisch. Hintergrund: In dem Plan fließt das Einzelhandels- und Zentrenkonzept der Stadt mit ein. Es legt fest, wo und unter welchen Bedingungen sich Einzelhandel ansiedeln darf.
Laut aktuellem Bebauungsplan soll allerdings die Quadratmetergrenze für Getränkemärkte entfallen. Lidl, selbst Eigentümer der Fläche, hält an den Neubauplänen fest.
"Grundsätzlich liegt die Idealgröße für eine Neueröffnung einer frei stehenden Filiale bei 1400 bis 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche", so eine Sprecherin. Zu weiteren Details will sich der Discounter derzeit nicht äußern.