Wie läuft es mit dem Nachtverbot für Mähroboter in Chemnitz?

Chemnitz - Igel geschützt, Mähroboter gebremst – aber kontrolliert hat das Chemnitzer Rathaus bislang keinen einzigen konkreten Verstoß.

Mähroboter können für nachtaktive Gartentiere schnell zur Gefahr werden.  © picture alliance/dpa

Seit gut einem Jahr gilt im gesamten Stadtgebiet ein Nachtfahrverbot für Mähroboter: Die Geräte müssen von einer halben Stunde vor Sonnenuntergang bis eine halbe Stunde nach Sonnenaufgang stehen bleiben.

Doch wie scharf wird das Verbot wirklich überwacht? Eine Ratsanfrage der Linken im Stadtrat bringt jetzt die überraschend zahme Antwort:

"Seit Inkrafttreten der Allgemeinverfügung sind noch keine anlassbezogenen Prüfungen erfolgt“, schreibt Ordnungsbürgermeister Knut Kunze (56, parteilos).

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Ganz ohne Blick in die Gärten soll es aber nicht bleiben. Kunze erklärt: "Im Sommerhalbjahr erfolgen einzelne Stichprobenkontrollen."

Bisher habe es weder Verstöße gegeben, noch seien aus der Bevölkerung belastbare Hinweise gekommen.

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Ordnungsbürgermeister Knut Kunze (56, parteilos) setzt beim Mähroboter-Verbot bisher vor allem auf Einsicht und Beratung.  © Ralph Kunz
Igel rollen sich bei Gefahr zusammen – genau das macht automatische Mäher so riskant.  © picture alliance/dpa

Dafür klingelte offenbar häufiger das Beratungstelefon "vor allem zur Umsetzung des Verbots oder zu möglichen Ausnahmen", so der Bürgermeister. Insgesamt sei die Akzeptanz in der Bevölkerung "sehr groß“.

Die nächste Auswertung der Igel-Daten ist den Angaben zufolge für Herbst 2026 geplant.

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