"Risiko ist zu groß!" Dreisprung-Ass Max Heß verpasst nach Hüft-OP komplette Saison

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Chemnitz - Neunmal sprang Max Heß zum DM-Titel, zuletzt im August 2025 bei den Meisterschaften im Rahmen der Finals in Dresden. Mit dem zehnten Meisterstück wird es nichts werden.

Die Hüfte! Max Heß will nichts nach der OP riskieren. Der Chemnitzer lässt die DM und die EM weg.
Die Hüfte! Max Heß will nichts nach der OP riskieren. Der Chemnitzer lässt die DM und die EM weg.  © IMAGO/BSR Agency

Der Dreispringer vom LAC Chemnitz verpasst den Kampf um Gold am 26. Juli in Wattenscheid. "Ein Start ergibt wenig Sinn. Das Risiko ist zu groß", erklärt Heß.

Eine Weite um die 16 Meter hätte sich der Chemnitzer durchaus zugetraut: "Doch die Gefahr ist zu groß, dass etwas passiert, dass ich wieder Schmerzen bekomme. Ich konzentriere mich auf das Comeback im Winter."

Der 29-Jährige, seit Jahren das Maß aller Dinge im deutschen Dreisprung, musste sich im März beim Hüftspezialisten Michael Dienst in München operieren lassen. "Ich habe die Schmerzen lange mit mir herumgeschleppt. Sobald ich die Belastung gesteigert habe, waren sie wieder da."

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Deshalb entschied sich Heß für die Operation, bei der unter anderem ein kleines Überbein am Oberschenkelknochen weggefräst wurde.

Wettkampf-Pause hat auch Vorteile

Aktuell befindet sich der Sachse im Aufbautraining. Geduld ist gefragt: "Die Strukturen wurden lange nicht belastet. Zurzeit geschieht alles mit angezogener Handbremse. Ich hoffe, dass ich den ersten Wettkampf in der Hallensaison bestreiten kann." Das wochenlange Aus war für Heß kein Schock: "Ich hatte mich vom Kopf her gut darauf eingestellt."

Es gibt schließlich auch eine positive Seite für den Studenten für Wirtschaftswissenschaften: "Seit zwölf Jahren ist das der erste Sommer, wo ich etwas mit Familie und Freunden unternehmen kann. Das war sonst, wenn an den Wochenenden Wettkämpfe waren, nicht möglich. Auch in den Urlaub kann ich dieses Jahr früher fahren."

Seinen letzten Wettkampf bestritt Heß, der bei einer persönlichen Bestleistung von 17,37 Meter steht, im September des vergangenen Jahres. Bei der WM in Tokio musste er in der Qualifikation nach zwei Versuchen verletzungsbedingt passen.

Titelfoto: IMAGO/BSR Agency

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