Was tun mit den Problem-Gänsen in Chemnitz? Das sagen die Politiker

Chemnitz - Nilgänse sind wohl das umstrittenste Geflügel der Saison. Die aus Afrika stammenden Tiere breiten sich immer stärker an deutschen Seen und Teichen aus - auch am Chemnitzer Schlossteich. Während Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (53, parteilos) zuletzt sogar den Abschuss der Tiere forderte, sehen Chemnitzer Politiker das Thema entspannter.

Am Schloßteich hat ein Nilgans-Paar gebrütet.  © Ralph Kunz

Die CDU/FDP-Fraktion sieht aktuell keinen Handlungsbedarf gegenüber dem Gänsepaar vom Schlossteich. "Das Abschießen der Tiere lehnen wir ab", sagt Kai Hähner (53, CDU). Andere Lösungen wie der Austausch von Eiern seien sinnvoller.

Auch die SPD-Fraktion sieht keinen Grund zur Panik: Enten, Schwäne, Haubentaucher und sogar Graureiher seien weiterhin am Schlossteich zu beobachten. Eine Verdrängung finde nicht statt.

Die Grünen fordern ebenfalls einen sachlichen Umgang. Volkmar Zschocke (57) betont: "Geeignete Maßnahmen zur Begrenzung gibt es - ihre Bewertung sollte sachlich durch die zuständigen Behörden erfolgen, nicht politisch."

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Die AfD-Fraktion mahnt dagegen frühzeitiges Handeln an und fordert eine strenge Begrenzung der Population, um der Verdrängung anderer Arten vorzubeugen.

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Volkmar Zschocke (57, Grüne) will die Behörden entscheiden lassen.  © Kristin Schmidt

Die AfD-Ratsfraktion hingegen begrüße schonende Lösungen wie den Austausch von Eiern, um die Population unter Kontrolle zu halten, aber auch den Nilgänsen ein Leben in der Chemnitzer Natur zu ermöglichen.

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