13. Februar in Dresden: Politiker mahnen historisch korrekte Bewertung an

Dresden - Im Zeichen des Gedenkens erinnert Dresden am 13. Februar an die Folgen von Diktatur und nationalistischer Gewaltherrschaft - mit Musik, Begegnung und der traditionellen Menschenkette. Verkehrsteilnehmer müssen sich auf Einschränkungen gefasst machen.

Um 18 Uhr wird am Freitag die Menschenkette in der Dresdner Innenstadt gebildet.
Um 18 Uhr wird am Freitag die Menschenkette in der Dresdner Innenstadt gebildet.  © Robert Michael/dpa

Zum 81. Mal jährt sich die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg. Aus diesem Anlass wird es am Freitag ein großes Programm geben.

Um 9 Uhr findet ein Stilles Gedenken auf dem Nordfriedhof statt. Ebenfalls wird parallel dazu eine Gedenkfeier auf dem Altmarkt abgehalten. Es folgt um 13 Uhr ein Gedenken auf dem Dresdner Heidefriedhof, bevor für 17 Uhr ein gemeinsames Bürgersingen vor dem Kulturpalast angesetzt ist.

Höhepunkt wird um 18 Uhr unter Glockenläuten der Dresdner Kirchen der Zusammenschluss der Menschenkette sein. Sie verläuft - unter Sperrung der Wilsdruffer Straße - vom Theaterplatz aus über die Brühlsche Terrasse, entlang der Synagoge, der Frauenkirche, des Neuen Rathauses, um den Altmarkt und über den Postplatz zurück zum Theaterplatz.

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Nach einem ökumenischen Friedensgottesdienst um 20.30 Uhr bildet die "Nacht der Stimmen" ab 22 Uhr in der Frauenkirche den Abschluss. Daneben sind für Freitag diverse Mahnwachen aus dem rechten Spektrum angemeldet. Auch werden zwei Gegendemos durch die Stadt ziehen.

TAG24 hält euch in einem Ticker über den 13. Februar auf dem Laufenden.

13. Februar, 7.59 Uhr: Politiker mahnen historisch korrekte Bewertung an

Zwei sächsische Politiker haben im Vorfeld der Veranstaltungen eine historisch korrekte Bewertung der Ereignisse angemahnt.

Geschichte dürfe nicht verkürzt oder instrumentalisiert werden, sagte Sozialministerin Petra Köpping (67, SPD). "Es ist unsere Verantwortung, das Verständnis für die historischen Zusammenhänge lebendig zu halten und für eine demokratische Gesellschaft und den Schutz der Menschenrechte einzutreten."

Kulturministerin Barbara Klepsch (60, CDU) sieht den 13. Februar als wichtigen Anlass, "der Opfer des Krieges und der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft zu gedenken und zugleich den Blick auf die Verantwortung für Gegenwart und Zukunft zu richten".

Barbara Klepsch (60, CDU, l.) und Petra Köpping (67, SPD) setzen sich für die korrekte Bewertung der Ereignisse des 13. Februars ein.
Barbara Klepsch (60, CDU, l.) und Petra Köpping (67, SPD) setzen sich für die korrekte Bewertung der Ereignisse des 13. Februars ein.  © Steffen Füssel, Eric Münch

13. Februar, 7.52 Uhr: Luftangriffe auf Dresden unter Experten umstritten

Dresden wurde im Jahr 1945 bei britischen und US-amerikanischen Luftangriffen schwer getroffen.
Dresden wurde im Jahr 1945 bei britischen und US-amerikanischen Luftangriffen schwer getroffen.  © Gerig/dpa

Die Luftangriffe der Royal Air Force und US Air Force auf Dresden am 13. Februar 1945 und in den Tagen danach, bei denen rund 25.000 Menschen starben, sind hinsichtlich ihrer Notwendigkeit unter Völkerrechtlern und Historikern umstritten.

Experten sind sich jedoch einig, dass die Bombardements nicht ohne den Kontext des Kriegsverlaufs betrachtet werden können. Der von Deutschland verursachte Krieg war im Februar 1945 auch nach Dresden zurückgekehrt, heißt es immer wieder.

Titelfoto: Montage: Steffen Füssel, Eric Münch

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