20 Jahre nach der Flut in Dresden: Hochwasserschutz wird weiter ausgebaut

Dresden/Dippoldiswalde - Die sächsische Jahrhundert-Flut ist fast 20 Jahre her, seitdem gingen rund 3,3 Milliarden Euro an den Hochwasserschutz und die Schadensbeseitigung. Der Ausbau geht noch immer weiter.

Dieter Köhler (81, r.) und seine Frau Monika (80) haben das Hochwasser 2002 in Dippoldiswalde miterlebt. Am Montag erzählten sie Bürgermeisterin Kerstin Körner (50) und Staatssekretär Gerd Lippold (60, Grüne) davon.
Dieter Köhler (81, r.) und seine Frau Monika (80) haben das Hochwasser 2002 in Dippoldiswalde miterlebt. Am Montag erzählten sie Bürgermeisterin Kerstin Körner (50) und Staatssekretär Gerd Lippold (60, Grüne) davon.  © Petra Hornig

570 Projekte hat die Landestalsperrenverwaltung bisher umgesetzt, wie etwa die Hochwasserschutz-Maßnahmen in Dippoldiswalde an der Roten Weißeritz. Am Montag besichtigte Staatssekretär Gerd Lippold (60, Grüne) die Anlage. Das Hochwasser im Jahr 2002 flutete dort einen Industrie-Standort.

Die Landestalsperrenverwaltung hat das Gelände um bis zu 2,5 Meter abgesenkt, einen Überflutungsbereich von 40 Metern Breite geschaffen. Jetzt kann die Rote Weißeritz bei Hochwasser dort abgefangen werden.

Die Schutz-Projekte, die nach der Flut 2002 ihren Anfang nahmen, sind noch immer nicht abgeschlossen. 23 Vorhaben sind im Bau, 156 in der Planung.

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Eine neue Hochwasserschutzwand entsteht seit Montag am Ufer der Zwickauer Mulde, um den Zwickauer Ortsteil Bockwa zu schützen. Eine 280 Meter lange Wand soll bis Ende Mai 2023 entstehen, Kosten: rund 1,5 Millionen Euro.

Teile der Dresdner Altstadt wurden bei der Jahrhundert-Flut überschwemmt.
Teile der Dresdner Altstadt wurden bei der Jahrhundert-Flut überschwemmt.  © dpa/Ralf Hirschberger

Umweltminister Wolfram Günther (49, Grüne) hält es angesichts des Klimawandels für geboten, den Freistaat weiter zu wappnen: "Extremwetterereignisse wird es wieder und häufiger geben."

Titelfoto: dpa/Ralf Hirschberger

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