Dauerbaustelle und Spursperrung am Großen Garten: Deshalb stand so lange alles still
Dresden - Nicht nur für die Anwohner wurde diese Baustelle immer mehr zum Ärgernis: Seit Monaten sorgt eine Spursperrung auf der Wiener Straße im Stadtteil Seevorstadt-Ost/Großer Garten für Verkehrsbehinderung. Doch Fortschritte gab es nicht, die Arbeiten ruhten. Das soll vor allem an Kälte und Frost gelegen haben.
Im August vergangenen Jahres wurden die Halteverbotsschilder aufgestellt, wenig später begannen die Bauarbeiten. Seitdem ist die Wiener Straße zwischen dem S-Bahnhof-Strehlen und der Franz-Liszt-Straße in stadteinwärtiger Richtung gesperrt.
Anwohner und Verkehrsteilnehmer beschweren und wundern sich, wieso sich bei vermeintlich alltäglichen Arbeiten an Rohrleitungen monatelang nichts tut.
Schuld daran seien "Kälte und der vorherrschende Frost in den letzten Wochen und Monaten", wie SachsenEnergie nun gegenüber TAG24 erklärt. Bei den Bauarbeiten handelt es sich um Maßnahmen des Energieversorgers.
"Wir verstehen, dass das für die Anwohnenden im ersten Moment nicht ersichtlich ist und damit verwundert." Doch es gibt auch gute Nachrichten: Seit Montag wird endlich wieder gewerkelt - "die beauftragte Firma hat ihre Arbeiten wieder aufgenommen, da die Außentemperaturen wieder erste Arbeiten zulassen".
Wiener Straße: Baustelle bald abgefertigt, nächste "veränderte Verkehrsführung" wartet schon
Hintergrund der Baustelle ist die Verlegung eines neuen Fernwärmeanschlusses, der für den betroffenen Abschnitt von der SachsenEnergie in Auftrag gegeben wurde. In diesem Zusammenhang wurden gleichzeitig auch die Trinkwasserrohre erneuert.
Seit Montag werden die Gräben wieder befüllt, "sodass anschließend die Oberfläche wiederhergestellt werden kann". Doch damit ist es leider noch nicht getan. Denn damit der neue Anschluss in das bestehende Fernwärmenetz eingebunden werden kann, wird wohl abermals eine "veränderte Verkehrsführung" nötig.
Wie genau diese aussehen und wie lange sie dauern wird, steht noch nicht fest. "Dazu finden gerade die Absprachen mit den zuständigen Behörden statt", heißt es abschließend von SachsenEnergie.
Titelfoto: Montage: Stefan Häßler
