Sanierung von Platz in Dresden: Hier lässt die Stadt jetzt ihre Azubis ran
Dresden - Der F.-C.-Weiskopf-Platz am Rathaus Plauen gilt als historisches und geografisches Zentrum des Stadtteils. Nun soll das abgenutzte Areal neu belebt werden. In dieser Woche sind die Arbeiten gestartet.
Dafür lässt der Regiebetrieb "Zentrale Technische Dienstleistungen" seine Auszubildenden ran. Auf einer "Lehrlingsbaustelle" werden sie die Rasenflächen instandsetzen. Geplant ist auch die Nachpflanzung einer Hainbuche (gefällt in 2024 wegen schlechten Zustands) und die Sanierung des Müllerbrunnens samt der umliegenden Freiflächen.
Zunächst muss der verdichtete Boden – unter Schonung der Wurzelbereiche – für eine ausreichende Belüftung gelockert werden. Anschließend können die Azubis zur Aufwertung der oberen Bodenschichten eine Zwischensaat mit Gelbsenf und Phacelia (Bienenweiden) ausbringen.
Im Herbst nach der Mahd ist dann die Rasenansaat an der Reihe. Als Schutz vor ungebetenem Besuch steht ein Bauzaun rund um das Areal. Die Parkmöglichkeiten sind eingeschränkt.
Stadtgrün-Amtsleiter Sascha Döll (46) bezeichnet die Maßnahmen als "starkes sichtbares Zeichen" für die Wiederherstellung der Anlage, die wegen nahezu vollständig zerstörter Rasenflächen ihre innere Gliederung mittlerweile verloren hat.
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CDU sieht ersten Schritt gemacht und fordert weitere Anstrengungen
Dass auf dem F.-C.-Weiskopf-Platz (benannt nach Schriftsteller Franz Carl Weiskopf) jetzt endlich etwas passiert, begrüßt besonders die CDU-Fraktion, die sich nach eigenen Angaben seit vielen Jahren dafür einsetzt.
"Das zeigt einmal mehr, wie wichtig es ist, beharrlich an solchen Themen dranzubleiben", sagt Stadtrat Thomas Lehmann (46). Er machte zugleich deutlich, dass die angekündigten Arbeiten nur ein erster Schritt sein können.
"Um den Platz wieder in einen ordentlichen und attraktiven Zustand zu versetzen, sind in den kommenden Jahren weitere Anstrengungen erforderlich", so der Politiker.
Die Kosten für die Planungen und die Bürgerbeteiligung belaufen sich auf 70.000 Euro. Für die Arbeiten selbst werden nur Materialkosten fällig. Die Brunnen-Sanierung ist mit 200.000 Euro einkalkuliert. Als ausgewiesenes Kulturdenkmal ersetzt der Platz seit 1895 das frühere Zentrum des Plauener Oberdorfs.
Titelfoto: Montage: Eric Münch, Steffen Füssel

