Omikron-optimierter Impfstoff in Sachsen verfügbar: Das müsst Ihr dazu wissen!

Dresden - Ab der kommenden Woche müssen Impfwillige in Sachsen wieder Termine für ihre Immunisierung buchen. Dann soll auch neuer Impfstoff zur Verfügung stehen.

Neue Corona-Impfstoffe stehen schon bald in Sachsen zur Verfügung. (Symbolbild)
Neue Corona-Impfstoffe stehen schon bald in Sachsen zur Verfügung. (Symbolbild)  © dpa/Christian Charisius

Wie das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Dresden am heutigen Donnerstag mitteilte, sollen ab dem Ende der kommenden Woche die speziell für Omikron (BA.1-Variante) optimierten Corona-Impfstoffe in Sachsen verfügbar sein.

Zum Einsatz kommen sollen die Vakzine von BioNTech/Pfizer sowie Moderna und ein neuer Totimpfstoff von Valneva, so DRK-Sprecher Kai Kranich (40) in der Mitteilung. Doch es gibt einen kleinen Dämpfer.

Wer sich speziell für die neuen Impfstoffe interessiert, muss sich eventuell trotzdem noch etwas gedulden: Weil die Dosen nicht mehr zentral bestellt werden können, sondern jetzt bei Apotheken geordert werden müssen, sind die Verfügbarkeiten je nach Ort unterschiedlich gegeben.

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Zum Einsatz kommen sie nicht nur in den Impfstellen, sondern auch bei Ärzten. "Hauptakteur beim Impfen bleiben unsere leistungsstarken Arztpraxen, Betriebsärzte und Krankenhäuser. Aber auch einige geschulte Apotheken und Zahnärzte bieten Impfungen an", erklärte Gesundheitsministerin Petra Köpping (64, SPD) dazu. "Diese Unterstützung begrüße ich sehr."

Und weiter: "Die 13 staatlichen Impfstellen ergänzen das Angebot und sind insbesondere dazu da, Nachfragespitzen abzufedern. Selbstverständlich bieten auch unsere Impfstellen den angepassten Impfstoff schnellstmöglich an."

Das sagt die Sächsische Impfkommission zum "Herbst-Booster"

Der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission, Thomas Grünewald (58), rät nicht zu einer pauschalen Neu-Impfung. Diverse Kriterien würden entscheiden, ob es sinnvoll ist, sich nochmals immunisieren zu lassen.
Der Vorsitzende der Sächsischen Impfkommission, Thomas Grünewald (58), rät nicht zu einer pauschalen Neu-Impfung. Diverse Kriterien würden entscheiden, ob es sinnvoll ist, sich nochmals immunisieren zu lassen.  © dpa/Hendrik Schmidt

Die Sächsische Impfkommission (Siko) teilte dazu mit, dass die Stoffe für die Drittimpfung geeignet seien: "Um vollständig geimpft zu sein, benötigt jeder eine dritte Dosis. Diese sollte möglichst zeitnah mit dem nun verfügbaren bivalenten an den Omikron-Subtyp BA.1 angepassten Impfstoff erfolgen", so der Siko-Vorsitzende Thomas Grünewald (58).

Wer jedoch schon dreimal geimpft ist, soll unter Umständen mit der vierten Impfung noch warten. So sei es für gesunde Unter-70-Jährige besser, sich erst mit den für die Varianten BA.4 und BA.5 optimierten Impfstoffen immunisieren zu lassen. "Diese erwarten wir Mitte Oktober", so Grünewald. Diese Variante sei die gerade die dominierende in Deutschland.

Wer jedoch älter als 70 Jahre ist und an Vorerkrankungen leidet, soll sich mit den jetzt neu verfügbaren Vakzinen impfen lassen.

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Eine Impfung zum nächstmöglichen Zeitpunkt kommt zudem für diejenige infrage, die nur zweimal geimpft sind, aber einmal oder öfter an Corona erkrankt waren, "wenn seit der Infektion mehr als 6 Monate vergangen sind".

Termine für sächsische Impfzentren wieder nötig, Vakzin kann ausgesucht werden

DRK-Sprecher Kai Kranich (40).
DRK-Sprecher Kai Kranich (40).  © Steffen Füssel

Um sich mit den neuen Stoffen - oder auch mit den altbekannten - impfen zu lassen, muss man sich ab Montag wieder Termine für die Impfzentren auf der speziell dafür eingerichteten Website holen. Bis dahin geht es noch ohne Termine.

Jetzt werden die Nutzer des Portals auch gefragt, mit welchem Impfstoff sie immunisiert werden möchten. "Für die angepassten Impfstoffe muss also 'BioNTech BA.1' bzw. 'Moderna BA.1.' ausgewählt werden", erklärt Kranich weiter.

Es könne dann passieren, dass die nächstgelegene Impfstelle im weiteren Terminbuchungsprozess nicht zur Verfügung steht. In dem Fall sei das Vakzin dort (noch) nicht verfügbar. Kranich: "In diesem Falle empfehlen wir, zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal das Buchungsportal aufzusuchen. Gleiches gilt auch für den Totimpfstoff."

Grundsätzlich entscheide jedoch der Impfarzt, welchen Stoff man bekomme. So kann es vor Ort noch zu kurzfristigen Wechseln kommen, denen die Impfwilligen jedoch zustimmen müssen.

"In jedem Fall gibt es dazu ein ausführliches und erklärendes Arztgespräch", so der DRK-Sprecher.

Titelfoto: Montage: dpa/Christian Charisius, Steffen Füssel

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