Aufregung am Hauptbahnhof: Mann randaliert in Geschäft, uriniert in Zelle und zerstört Krankenwagen

Dresden - Am Freitag hielt ein Mann (39) die Beamten der Bundespolizei im Dresdner Hauptbahnhof für mehrere Stunden auf Trab. Was als Pöbelei anfing, endete wenige Stunden später in einem völlig zerstörten Krankenwagen.

Sowohl die Bundespolizei als auch die Mitarbeiter der DB-Sicherheit hatten am Freitag alle Hände voll zu tun.
Sowohl die Bundespolizei als auch die Mitarbeiter der DB-Sicherheit hatten am Freitag alle Hände voll zu tun.  © © Foto: Holm Helis

Wie die Bundespolizei mitteilt, wurde der 39-Jährige erst knapp eine Woche zuvor aus der Justizvollzugsanstalt in Dresden entlassen. Am vergangenen Freitag geriet er erneut in Konflikt mit dem Gesetz.

So soll er am frühen Nachmittag gegen 13.55 Uhr einem Mitarbeiter eines Einkaufsladens im Dresdner Hauptbahnhof mit Schlägen gedroht haben. Mehrere Sicherheitsmitarbeiter konnten die Situation glücklicherweise deeskalieren sowie den Unruhestifter unter Kontrolle bringen und bis zum Eintreffen der Polizei festsetzen.

Kurze Zeit später, um 15.55 Uhr, belästigte der gebürtige Deutsche erneut mehrere Passanten und missachtete das ausgesprochene Hausverbot. Bei einer Kontrolle fanden die Beamten der Bundespolizei mehrere gestohlene Damenrasierer und Betäubungsmittel.

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Der Mann blieb zunächst in Polizeigewahrsam und wurde in eine Gewahrsamszelle gesteckt. Dort verlor er jedoch völlig die Beherrschung. Der 39-Jährige zog sich aus und urinierte auf den Boden. Nach einiger Zeit wurde der Mann schließlich wieder auf freien Fuß gesetzt.

Wie ein Sprecher der Bundespolizei gegenüber TAG24 erklärte, darf die Polizei in solchen Fällen niemanden länger als nötig festhalten. Erst nach dem Urteil eines Richters ist eine Freiheitsstrafe zulässig.

Somit konnten die Beamten den Störenfried nur solange einsperren, bis dieser sich wieder beruhigt hatte.

Erst am späteren Abend war die Gefahr gebannt

Immer wieder muss die Polizei am Dresdner Hauptbahnhof durchgreifen. (Archivbild)
Immer wieder muss die Polizei am Dresdner Hauptbahnhof durchgreifen. (Archivbild)  © Holm Röhner

Gegen 18.55 Uhr wurde der Krawallmacher erneut bei einem Ladendiebstahl erwischt. Dieses Mal wurde ein Notarzt hinzugezogen, da der Mann offensichtlich unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand.

Doch damit nicht genug. Als der Mann in den Rettungswagen gebracht wurde, eskalierte die Situation erneut. Der Deutsche rastete aus und schlug um sich, wobei er den Innenraum des Krankenwagens verwüstete und ein Fach völlig zerstörte.

Erst durch das Eingreifen der Polizeibeamten konnte der Mann wieder unter Kontrolle gebracht werden.

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Schließlich übergab die Bundespolizei den Fall gegen 20.15 Uhr an die Landespolizei.

Auf den 39-Jährigen kommen nun Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung, Bedrohung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Diebstahl und dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz zu.

Titelfoto: © Foto: Holm Helis

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