Berlin/Dresden - Nach einer Sex-Attacke am Berliner Südkreuz flüchtete der Tatverdächtige mit einem Fernbus. Wenige Stunden später klickten aber dann in Dresden die Handschellen.
Am Montagabend hatte ein unbekannter Mann eine 28-Jährige in einem Einkaufsmarkt im Bahnhof Berlin-Südkreuz angesprochen. Doch dabei sollte es nicht bleiben. Der Fremde berührte die Deutsche plötzlich "gezielt und unsittlich" an der Innenseite ihres Oberschenkels, heißt es in einer Mitteilung der Bundespolizei.
Anschließend floh der Mann vom Tatort. Das 28-jährige Opfer informierte daraufhin die Berliner Polizei. Eine sofort eingeleitete Fahndung brachte die Ermittler schließlich auf die Spur des Verdächtigen: Dieser war offenbar in einen Fernbus Richtung Sachsen gestiegen.
Dank der Zusammenarbeit zwischen den Dienststellen in Berlin und Dresden warteten am Bahnhof Dresden-Neustadt schon sächsische Beamte auf den 53-jährigen Tschechen.
Gegen 19.50 Uhr, also rund zwei Stunden nach der Tat, klickten an der Fernbushaltestelle dann die Handschellen.
Nach Flucht aus Berlin: Polizei stellt Tatverdächtigen in Dresden
Er wurde bei der anschließenden Kontrolle vorläufig festgenommen. Die Beamten fanden bei der Durchsuchung des 53-Jährigen ein Springmesser, griffbereit in seiner Bauchtasche.
Der Tscheche steht deshalb nicht nur unter Verdacht der sexuellen Belästigung, sondern muss sich auch wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz verantworten. Gegen ihn wird ermittelt.