Dresden - Ein 33-Jähriger hat am Dienstag an den Dresdner Bahnhöfen und in einem Regionalexpress mehrere Frauen attackiert. Die Polizei konnte den Mann stellen, sucht aber nach Zeugen, die die Angriffe beobachtet haben.
Ein Mann sprach gegen 19.45 Uhr eine Streife am Hauptbahnhof an und berichtete, dass ein Unbekannter seine Frau vor einer Drogeriefiliale attackiert hatte. Der Mann hätte sie gewaltvoll an ihrem Rucksack zurückgerissen, einen Sturz konnte die Frau aber noch verhindern.
Die Beamten leiteten eine Fahndung nach dem Täter ein, die sofort Ergebnisse zeigte. Eine Zugbegleiterin berichtete von einem aggressiven Mann, der mehrere Reisende belästigt hatte.
Videomaterial und Zeugenaussagen brachten ans Licht, dass der Mann kurz vor 18 Uhr eine Frau am Neustädter Bahnhof auf Gleis 1 an den Haaren gezogen hatte. Ein Augenzeuge war der 29-Jährigen zu Hilfe geeilt.
Noch zuvor soll der Gesuchte in einem RE50 von Leipzig nach Dresden mehrere Frauen getreten und ebenfalls an den Haaren gezogen haben.
Die Beamten konnten den polizeibekannten 33-Jährigen schließlich stellen, wobei sie eine Tüte mit Crystal Meth bei ihm fanden. Gegen ihn wird nun wegen mehrfacher Körperverletzung und dem Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz ermittelt.
Zoff am Hauptbahnhof: Pole schlägt mit Glasflasche auf Tschechen ein
Die Bundespolizei bittet Reisende, die in dem RE von Leipzig nach Dresden unterwegs waren oder am Neustädter Bahnhof Zeuge von den Attacken oder selbst geschädigt wurden, sich unter der Nummer 0351 / 81502 - 0 zu melden. Insbesondere der Mann, der an Gleis 1 der jungen Frau zu Hilfe kam, soll Kontakt zu der Bundespolizei aufnehmen.
Doch dies blieb nicht der einzige Vorfall, der die Bundespolizei am Dienstag in Atem hielt. Gegen 17.40 Uhr schlug ein Pole (45) an der Bayrischen Straße mit einer Glasflasche auf einen Tschechen (46) ein.
Als eine Streife eintraf, hatten Sicherheitsmitarbeiter der Deutschen Bahn die beiden Streithähne schon voneinander getrennt.
Der 46-Jährige trug Verletzungen im Gesicht davon, die vom Rettungsdienst behandelt werden mussten.
Auch der 45-Jährige hatte leichte Verletzungen erlitten. Die Bundespolizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.