Hacker-Angriff auf Staatliche Kunstsammlungen: Alte Methoden bei den Alten Meistern
Dresden - Auch knapp eine Woche nach dem Hackerangriff sind die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) nicht über den Berg. In der Gemäldegalerie Alte Meister ging es am Wochenende sogar so weit, dass die Mitarbeiter zu altmodischen Mitteln greifen mussten.
Während die Websites weiterhin offline sind und Tickets nur vor Ort in bar gekauft werden können, bleibt die Cyberattacke auf die SKD für Besucher damit deutlich spürbar.
So musste im Museum der Alten Meister getreu dem Motto der hier ausgestellten Künstler wieder zu Stift und Papier gegriffen werden, um Tickets für die jeweilige Ausstellung zu kennzeichnen und per Strichliste zu zählen.
Auch über den Ausfall der digitalen Hinweistafeln (Multimedia) wurden Besucher notdürftig über handgeschriebene "Derzeit nicht verfügbar"-Zettel informiert.
Im Grünen Gewölbe hingegen scheint man auf Schreibutensilien bisher verzichten zu können: "Hier wird das Ticket für das Grüne Gewölbe entsprechend ausgedruckt und das steht dann auch so drauf", betont SKD-Sprecherin Anja Priewe.
Museumsbesuch nur teilweise eingeschränkt
Wie lange der Hackerangriff die SKD noch beschäftigen wird, ist ungewiss.
Zwar gibt es eine Notfall-Website mit wichtigen Informationen wie Öffnungszeiten oder Telefonnummern, doch die richtigen Internetseiten sind immer noch nicht wieder zugänglich: "Zum jetzigen Zeitpunkt ist noch nicht vorstellbar, wann die Website und die Multimedia-Stationen wieder im vollen Umfang funktionieren."
Die gute Nachricht für Besucher: "Die Kassensysteme in den Museen funktionieren, nur online können eben keine Tickets erworben werden. Ansonsten hat die Situation keine großen Auswirkungen auf den Museumsbesuch."
Titelfoto: Bildmontage: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa/Holm Helis
