Dresden - Schock für den Autor und Kabarettisten Heiko Hempel (54): Bereits zum dritten Mal drangen Fremde in der Dresdner Neustadt in sein Wohnmobil ein. Mit TAG24 hat er über das Erlebte gesprochen.
Wie der Dresdner im Gespräch mit TAG24 erzählt, belasten ihn und seine Familie die Einbrüche erheblich.
"Der erste Vorfall liegt etwa zwei Jahre zurück", so Hempel. Zu diesem Zeitpunkt wollte er morgens losfahren und stellte fest, dass eine fremde Person in seinem Wohnmobil übernachtet hatte.
Als er den Mann bemerkte, kam es dann sogar zu einem Handgemenge. "Damals habe ich auf eine Anzeige verzichtet", erklärt Hempel.
Doch es blieb nicht bei diesem einen Erlebnis. Einige Zeit später wurde erneut in sein Wohnmobil eingedrungen. Wieder hatte offenbar jemand darin übernachtet. Die Person hatte sich jedoch rechtzeitig aus dem Staub gemacht.
"Nachdem die vorherigen Erlebnisse meine Familie und mich bereits stark belastet hatten, hatten wir das alte Fahrzeug verkauft und uns bewusst ein neues angeschafft", erzählt der 54-Jährige.
Umso härter trifft den Künstler nun der dritte Vorfall, der sich erst vergangene Woche am 6. Mai gegen 9.30 Uhr ereignete: Auf der Stauffenbergallee nahe einer Polizeidienststelle verschaffte sich erneut ein ungebetener Gast Zugang zu seinem Wohnmobil.
"Für uns ist das Wohnmobil ein Stück Zuhause"
In diesem Fall rief er die Polizei. "Die Beamten waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort, weckten den Mann aus dem Bett - in der Bettwäsche meiner Kinder - und führten ihn schließlich ab", so Hempel.
Diesmal erstattete Hempel Anzeige. "Für mich ist damit eine Grenze überschritten worden", erklärt der Dresdner. Er ergänzt: "Es geht nicht nur um Sachschäden, sondern um das Gefühl, dass jemand in den eigenen geschützten Raum eindringt. Für uns ist das Wohnmobil ein Stück Zuhause".
Die Polizei Dresden bestätigte auf TAG24-Anfrage den Vorfall. Aktuell wird gegen einen 16-jährigen libyschen Staatsangehörigen wegen Hausfriedensbruch ermittelt.
Laut dem Buchautor soll der Eindringling bereits in der Vergangenheit anderweitig aufgefallen sein. Die Polizei äußerte sich dazu jedoch nicht. "Ich stelle mir die Frage, warum sich manche Personen trotz wiederholter Auffälligkeiten weiterhin frei bewegen können [...] und oft offenbar keine spürbaren Konsequenzen erfahren", so Hempel.
Mit dem Erlebten hat der Familienvater auch nachhaltig zu kämpfen: "Ich bin seit rund 20 Jahren Camper und habe so etwas zuvor nie erlebt. Heute kontrolliere ich automatisch vor jeder Fahrt, ob sich jemand im Fahrzeug versteckt haben könnte - hinter Vorhängen oder im Bad."
Mittlerweile hat er sich mechanische Sicherungen, eine Alarmanlage und einen besseren Abstellort besorgt - in der Hoffnung, dass so etwas nicht noch ein weiteres Mal passiert.