Messerschlitzer in Haft: Opfer John will nur noch nach Hause
Dresden - Nun sitzen beide: Nachdem sich Ismail Alhaj H. (20) am Freitag selbst der Polizei stellte, wanderte der mutmaßliche Messerschlitzer am Wochenende in Untersuchungshaft. Doch zur Tat selbst wollte er sich nicht äußern.
Alles in Kürze
- Ismail Alhaj H. sitzt in Untersuchungshaft.
- Der mutmaßliche Messerschlitzer äußerte sich nicht zur Tat.
- Mittäter Majd A. sitzt bereits seit Montag in Haft.
- Opfer John Rudat will nach Hause in die USA.
- Ermittlungen zu dem Fall dauern an.

Die Polizei hatte Freitagmorgen Namen und Foto des mutmaßlichen Messerschlitzers Ismail Alhaj H. veröffentlicht. Darauf rief der Syrer am Nachmittag selbst die Beamten, ließ sich am Amalie-Dietrich-Platz widerstandslos festnehmen.
Keine 24 Stunden später landete er im Gefängnis. "Ein Richter hat den Vollzug des Haftbefehls angeordnet", sagte Oberstaatsanwalt Jürgen Schmidt (50). "Zu den Vorwürfen hat er sich bislang nicht geäußert."
Sein mutmaßlicher Mittäter Majd A. (21) sitzt bereits seit vergangenem Montag.
Die Polizei hatte ihn nach der Tat zunächst wieder auf freien Fuß gesetzt, ihn aber kurz darauf doch verhaftet. Die Ermittler hatten festgestellt, dass er keine einfache, sondern eine gefährliche Körperverletzung begangen haben soll, laut Bahnvideo wohl mit einem Gegenstand in der Hand.
John Rudat reicht’s jetzt

Das US-amerikanische Model John Rudat (20) wiederum, dem Ismail Alhaj H. das Gesicht mit dem Messer zerschnitten haben soll, will sich nicht mehr äußern: "Ich gebe keine Kommentare mehr zu dem Fall", sagte er TAG24. "Ich will nur noch zurück in die Vereinigten Staaten."
Die Ermittlungen zu dem Fall dauern an.
Titelfoto: Bildmontage: Thomas Türpe, Steffen Füssel