Dresden - Unschöne Szenen am Neustädter Bahnhof: Wie die Bundespolizeiinspektion Dresden am Montag mitteilte, waren die Beamten am vergangenen Freitagnachmittag wegen eines gefährlich wirkenden jungen Mannes zu dem Bahnhof alarmiert worden. Der 19-Jährige wurde vorläufig festgenommen.
Wie die Bundespolizei Dresden gegenüber TAG24 erklärte, befanden sich bereits zwei Streifenbeamte vor Ort, als man gegen 17.25 Uhr Meldung von Mitarbeitern eines Sicherheitsdienstes erhielt, dass eine Person im Eingangsbereich "Reisende lautstark anschreien und belästigen" würde.
Augenzeugen wiesen die Polizisten außerdem darauf hin, dass der auffällige junge Mann wohl ein Messer in der Hosentasche führen würde. Die Beamten konnten den Störenfried kurze Zeit später feststellen. Dabei fiel auf, dass der aus Litauen stammende Tatverdächtige bereits polizeibekannt war.
Die Zeugen behielten recht: "Bei der anschließenden Kontrolle wurde im Hosenbund des alkoholisierten Mannes ein griffbereites Jagdmesser in einer Scheide aufgefunden und sichergestellt", teilte die Bundespolizei mit.
Danach sollte der 19-Jährige wegen der weiteren polizeilichen Sachbearbeitung in einen Dienstverrichtungsraum gebracht werden - doch darauf hatte der Teenager offenbar gar keine Lust. Der Litauer riss sich los und versuchte, Reißaus zu nehmen.
Wirbel am Bahnhof Dresden-Neustadt: 19-Jähriger festgenommen
Die Flucht misslang. Mittlerweile wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Belästigung der Allgemeinheit und Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte gegen den Tatverdächtigen eingeleitet.
Nachdem der Wirbel am Bahnhof Dresden-Neustadt beruhigt werden konnte, wurde der junge Mann an die Landespolizei Sachsen übergeben und in das Zentrale Polizeigewahrsam verbracht.
Bei dem Einsatz war die Bundespolizei von zwei Mitarbeitern der DB-Sicherheit unterstützt worden.