Polizeieinsatz am Bahnhof Neustadt: Randalierer tickt in Lidl aus
Dresden - Am Dienstag hatte die Bundespolizei an gleich zwei Dresdner Bahnhöfen alle Hände voll zu tun: Innerhalb weniger Stunden klickten zweimal die Handschellen - beide Male nicht ohne erheblichen Widerstand.
Gegen 10.10 Uhr löste ein Randalierer im Neustädter Bahnhof einen Polizeieinsatz aus, nachdem die Situation im dort befindlichen Lidl eskaliert war. Der 36-jährige Eritreer klaute Waren und konsumierte unbezahlte Getränke. Als Mitarbeiter ihn stoppen wollten, warf er mutwillig Weinregale um.
Selbst die Anwesenheit der alarmierten Polizisten hinderte ihn nicht daran, weitere Weinflaschen zu zerstören. Beim Abführen leistete er zudem "erheblichen Widerstand" gegen die Einsatzkräfte.
Gegen den polizeibekannten Mann wird nun wegen Diebstahls, Sachbeschädigung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte ermittelt. Die Filiale im Bahnhof Neustadt darf er ab jetzt zwei Jahre lang nicht mehr betreten.
Am Abend sorgte ein 39-jähriger Mann bei der Bundespolizei für Ärger. Der Pole war zuvor von Görlitz nach Dresden in einem Regional-Express unterwegs gewesen - ohne Ticket und stark betrunken.
Bei der Ankunft im Hauptbahnhof wehrte er sich stark gegen die Beamten, um die polizeilichen Maßnahmen zu verhindern.
Männer leisten erheblichen Widerstand gegen Beamte
Und nicht nur das: Als die Bundespolizei den Betrunkenen überprüfte, fand man heraus, dass gegen ihn eine Ausschreibung zur Festnahme wegen eines bestehenden Einreise- und Aufenthaltsverbots vorlag. Da er aber derart stark alkoholisiert war, musste er zunächst in ein Krankenhaus gebracht werden.
Am Mittwochmorgen ging es dann wieder zur Bundespolizei, die ein Verfahren wegen Erschleichens von Leistungen und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte einleitete. Noch am Mittwoch soll er polnischen Behörden übergeben werden.
Titelfoto: privat
