Vandalismus bei den DVB: Was tun die Verkehrsbetriebe gegen Randalierer?
Dresden - Etwa alle drei Tage beschädigten Vandalen voriges Jahr Eigentum der Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB): Busse, Bahnen, Fahrkartenautomaten ... 2024 und 2023 schlugen sie noch häufiger zu. Den Schaden bezahlen letztlich alle. Was unternehmen die DVB gegen die Randalierer?
287.000 Euro zahlten die Verkehrsbetriebe in den vergangenen drei Jahren, um größere Vandalismusschäden zu beheben. Das geht aus der Antwort auf eine AfD-Anfrage hervor.
"Das kann eine eingeschlagene Scheibe sein oder ein zerstörtes Geländer", erklärt DVB-Sprecher Falk Lösch (61) gegenüber TAG24. Zertretene Kaugummis oder kleinere Schmierereien zählen nicht dazu.
"Meiner Wahrnehmung nach hat der Vandalismus zugenommen", ärgert sich Stadtrat Heiko Müller (61, AfD) und fordert Zivilcourage. "Viele schauen einfach weg, statt die Verursacher anzusprechen."
Allzu oft kommen Täter ungeschoren davon: Von insgesamt 357 Vandalismus-Vorfällen in den Jahren 2023, 2024 und 2025 wurden nur 41 Täter ermittelt. Lediglich neun mussten für den Schaden zahlen.
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Vandalismus in anderen Städten noch extremer?
Derweil betont DVB-Sprecher Lösch, das Mögliche zu tun. Betriebshöfe seien eingezäunt und bewacht, Fahrer und Mitarbeiter für Vandalismus sensibilisiert. Spezielle Folien an Fahrzeugscheiben sollen Graffiti und Kratzer reduzieren.
"Und für einen schnellen Zugriff haben wir vor allem in den Abendstunden einen Sicherheitsdienst vertraglich gebunden."
Hinzu kommen Videokameras in Bussen und Bahnen. Doch diese Aufnahmen werden schon nach 24 Stunden gelöscht. Womöglich ein Grund für die geringe Aufklärungsquote?
"Grundsätzlich kann man sich nicht vollständig gegen Vandalismus schützen", erklärt der DVB-Sprecher. Verglichen mit anderen deutschen Städten sei das Problem in Dresden noch marginal.
"Woanders geht der jährliche Schaden bis in die Millionen." Eine gut sichtbare Polizeipräsenz im öffentlichen Raum sei der beste Schutz - aber die liegt außerhalb der Zuständigkeit der DVB.
Auch Mobi-Bikes werden nicht geschont
Sie werden umgestoßen, aufgeschlitzt oder geklaut: Immer wieder vergreifen sich Zerstörungswütige auch an Mobi-Bikes. Jedes Jahr sind rund 80 Fahrräder von Vandalismus oder Diebstahl betroffen.
Das sind rund vier Prozent der 2000 Räder starken Mobi-Bike-Flotte, teilen die DVB auf Anfrage mit. Um Schäden vorzubeugen, werde allerhand getan: Es gebe regelmäßige Kontrollen des Fuhrparks, eine gute Zusammenarbeit mit Polizei und Ordnungsamt ...
Fest verbaute Komponenten, individuelle Rahmennummern und das typische Mobi-Bike-Design erschweren außerdem den Weiterverkauf.
Um Schäden aufzuklären, seien Nutzerhinweise (per QR-Code am Rad oder E-Mail an [email protected]) mitentscheidend, heißt es.
Titelfoto: Bildmontage: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild, Eric Münch

