Zoll trifft auf Wiederholungstäter: Reisebus will Tausende Zigaretten über Grenze schmuggeln
Dresden - Den kannten die Dresdner Zollbeamten schon! Am Freitag kontrollierten sie einen bulgarischen Reisebus, der über die A17 bei Breitenau nach Deutschland einreiste. Der Bus war den Beamten bereits ein Begriff, so zogen sie ihn zur Kontrolle raus und wurden prompt fündig.
Bereits im vergangenen Jahr hatten die Dresdner Zollbeamten in dem Reisebus Schmuggelware gefunden und auch heute bestätigte sich ihr Verdacht, dass dieser erneut als Schmuggeltransport genutzt wurde.
Wie das Dresdner Hauptzollamt mitteilte, entdeckten Beamte in einem Hohlraum über einem der Räder mehrere schwarze Folientüten.
Um an diese heranzukommen, war allerdings einiges an Arbeit nötig: Die Beamten mussten die Klimaanlage in der Schlafkabine des Fahrers demontieren. Doch das hatte sich gelohnt, denn am Ende fanden sie knapp 50.000 Zigaretten verschiedener Marken.
"Bereits im Mai und im August des vergangenen Jahres fanden meine Kollegen jeweils größere Mengen geschmuggelter Zigaretten in diesem Bus. Und auch damals waren die Glimmstängel gut versteckt in bauartbedingten Hohlräumen, in der hinteren Sitzbank oder hinter einer Lüftungsabdeckung", erklärt Heike Wilsdorf, Pressesprecherin des Hauptzollamtes Dresden.
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Besonders auffällig: Der Fahrer der damaligen Schmuggelfahrten hatte sich dieses Mal als Passagier unter die Fahrgäste gemischt. Nun wurde gegen den nächsten Fahrer ein Steuerverfahren eingeleitet. Der entstandene Steuerschaden wird auf gut 12.000 Euro geschätzt.
Titelfoto: Hauptzollamt Dresden
