Das Dresdner Schloss kriegt eine Kneipe und andere Edelbaustellen in der City

Dresden - Dauerbaustelle Dresden. Besonders in der Innenstadt wird abgerissen, hochgezogen, saniert und angebaut. Kaum bekannt: Ein potenter Bauherr ist der Freistaat Sachsen. Aktuell verpasst die Bauverwaltung der Landesregierung drei besonderen Schmuckstücken ein neues Kleid.

So soll das künftige Schlossrestaurant aussehen. Der Entwurf stammt von Stararchitekt Peter Kulka (83).
So soll das künftige Schlossrestaurant aussehen. Der Entwurf stammt von Stararchitekt Peter Kulka (83).  © PR/Peter Kulka

Das Schlossrestaurant. Ein Café gibt's im Residenzschloss, mehr aber auch nicht. Nun hat das SIB ein zweistöckiges Restaurant in Arbeit. 

"Die Rohbauarbeiten sind abgeschlossen. Heizung, Lüftung, Sanitär drin", heißt es. Neue Fenster sind drin, der Einbau der Eingangstüren steht bevor, die Reko der historischen Gewölberippen wird vorbereitet. Fertig: 2021.

Der Marstall. Versteckt zwischen den Theater- und Opernwerkstätten an der Ostraallee steht ein 1950 wieder aufgebautes Kleinod: Die früheren königlichen Stallanlagen von 1745. 

Trotz Nähe zum Zwingerteich verirren sich hierhin kaum Touristen, Dresdner auch nicht. Dabei sitzt dort die Intendanz der Semperoper.

"Zurzeit wird das Gebäude der Alten Spedition zu einem Verwaltungsgebäude für die Oper umgebaut", heißt es aus dem Sächsischen Immobilien- und Baumanagement (SIB). 

Für den Ausbau werden 4,7 Millionen Euro investiert. Die Handwerker kommen von der Brumm-Bau Meißen. Fertig: Herbst. Die Nachbargebäude folgen.

Weitere Baustellen:

Eingerüstet: Am sächsischen Finanzministerium werden Fenster und Fassaden aufgefrischt.
Eingerüstet: Am sächsischen Finanzministerium werden Fenster und Fassaden aufgefrischt.  © Petra Hornig
Hinter diesen Schildern links geht es bald ins Schlossrestaurant.
Hinter diesen Schildern links geht es bald ins Schlossrestaurant.  © Holm Helis
Das Marstall-Areal nahe dem Zwingerteich. Rechts das frisch fertig sanierte Gebäude für den Intendanten der Semperoper.
Das Marstall-Areal nahe dem Zwingerteich. Rechts das frisch fertig sanierte Gebäude für den Intendanten der Semperoper.  © Holm Helis
Im Intendanzgebäude wurden Kreuzgewölbe wiederhergestellt.
Im Intendanzgebäude wurden Kreuzgewölbe wiederhergestellt.  © Screenshot Facebook/Brumm-Bau Meißen
Finanzminister Hartmut Vorjohann (57, CDU) ist Herr über Sachsens Bauverwaltung, die besonders viel in Dresden investiert.
Finanzminister Hartmut Vorjohann (57, CDU) ist Herr über Sachsens Bauverwaltung, die besonders viel in Dresden investiert.  © Eric Münch

Finanzministerium. Zwei Fassaden voller Gerüste. "Wir erneuern den Anstrich der Fenster und bessern Schäden an der Fassade aus", erklärt das SIB. 2019 waren West- und Südseite dran, nun Ostfassade und die Seite entlang der Köpckestraße. Fertig: Ende Oktober, Kosten 680.000 Euro.

Weitere Dresden-Baustellen des Landes sind das Blockhaus (wird bis 2022 für 25 Millionen Euro zum "Archiv der Avantgarden"), die Hofkirche (4,9 Millionen bis Februar 2021), das Residenzschloss als Ganzes (bis 2025) und en detail (Waffenkammer/Langer Gang bis Frühjahr 2021) sowie die Semperoper laufend (aktuell Balustraden Dach, kommend Probenersatzgebäude am Zwingerteich).

Titelfoto: PR/Peter Kulka, Holm Helis (2), Screenshot Facebook/Brumm-Bau Meißen

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