Dresden - Kuriose Klima-Aktion vor der Frauenkirche. Mit Badewanne und Schampusflasche haben Klimaaktivisten von "DresdenZero" am Montag für Wärmepumpen und gegen grünen Wasserstoff demonstriert.
Ihre Forderung: Dresden soll davon Abstand nehmen, künftig grünen Wasserstoff durchs Gasnetz leiten zu wollen. Hintergrund ist der aktuelle Entwurf für den städtischen Wärmeplan. Der sieht vor, die Umstellung des Gasnetzes auf Wasserstoff in bestimmten Gebieten bis 2028 zu prüfen.
Aktivist Marc Hoffmann (28): "Grüner Wasserstoff ist zu knapp und teuer zum Heizen. Quasi, als würde man in Champagner baden." Die Leitungen weiter für Gas zu nutzen, sei auch keine Option. "Gas ist eine Kostenfalle. Und wir wollen ja klimaneutral werden."
Die Dresdner sollten lieber Wärmepumpen kaufen. "Es gibt viele, die sich eine Wärmepumpe leisten könnten, aber noch zögern. Da ist wohl viel Angst geschürt worden", vermutet der Aktivist, der selbst Fernwärme bezieht.
Seine Mitstreiterin Ines Scharfe (61) nutzt aktuell eine Gasheizung. "In meinem Fall wäre der Umstieg aktuell zu kostspielig." Trotzdem solle Dresden eben auf Wärmepumpen setzen, um pünktlich klimaneutral zu werden - nicht auf grünen Wasserstoff.