Dresden blickt nach Fernost - Städtepartnerschaft mit Taiwan-Metropole in Sicht
Dresden - 3000 Quadratkilometer groß, 2,7 Millionen Einwohner schwer und Hunderte Milliarden reich: Die Hafenstadt Kaohsiung ist die drittgrößte Stadt vom Inselstaat Taiwan. Der taiwanesische Chipproduzent TSMC lässt sich derzeit bekanntlich im "Silicon Saxony" nieder.
Im gut 9400 Kilometer entfernten Kaohsiung planen sie bereits die sechste Fabrik. Das wollen beide Städte nutzen, um die Zusammenarbeit auszubauen.
Bürgermeister Jan Donhauser (56, CDU) und Kaohsiungs stellvertretender Oberbürgermeister Ta-Sheng Lo haben dafür gestern eine Absichtserklärung abgegeben.
Das "ist nicht nur ein Bekenntnis, sondern Ausgangspunkt für eine gemeinsame Zukunft", ließ Lo übersetzen. So erhofft sich die Stadt vom "bedeutenden Technologiezentrum Dres-Den" Schüleraustausche, gemeinsame Investitionen, Ideen für die Smartcity der Zukunft.
"Neben den Freizeitaktivitäten muss bei denen bekannt werden, was hier möglich ist", so Donhauser zu TAG24. Schließlich müssen die Kinder der Taiwan-Chiphersteller irgendwo zur Schule gehen.
Dabei kann sich Dresden auch einiges von der Hafenstadt abgucken: Obwohl Kaohsiung über zwei Millionen Einwohner mehr hat, haben sie nur vier Bürgermeister, der Stadtrat ist nur gleich groß.
Vielleicht haben die Taiwaner bei Donhausers Gegenbesuch gleich ein paar Tipps zum Bürokratieabbau parat ...
Titelfoto: Dresden
