Dresden - Ein Ort, der Dresdens Nachwuchs vorbehalten ist: Am Internationalen Kindertag wurde der "Platz der Kinderrechte" am Koreanischen Platz mit Spielplatz, Hüpfburg, Kinderschminken und Glücksrad eingeweiht. Der Platz soll nicht nur zum Spielen einladen.
"Es gibt einen Materialienschrank mit Unterlagen zu Kinderrechten, der abgeschlossen ist und bei Anmeldung genutzt werden kann. Dazu wird noch eine 'Kinderrechte-Rallye' kommen. Hier können Kinder spielerisch etwas über Schutz vor Gewalt oder auch Privatsphäre lernen. Außerdem gibt es Infotafeln", erklärt Dresdens Kinderbeauftragte Anke Lietzmann (58).
Die Kleinsten wurden bereits bei der Platz-Planung einbezogen - "denn schon Beteiligung ist ein Kinderrecht", so die Kinderbeauftragte.
Die Gestaltung stammt von Schülern der 153. sowie 16. Grundschule: "Es gibt eine Graffiti-Wand, die die Kinder gemeinsam mit dem Künstler Alessandro Finke (37) besprüht haben. Auch die Mülleimer wurden von ihnen gestaltet. Die Motive spielen auf das Recht auf Spielen und Freizeit an", sagt Lietzmann.
Beschlossen wurde der "Platz der Kinderrechte" vor drei Jahren. Gesamtkosten: rund 30.000 Euro: "Die Kinder haben sich noch Schatten in Form eines Pavillons gewünscht. Aber die Instandhaltung hätten wir nicht tragen können", so Lietzmann.
Schülerin Greta (10) freut sich sehr, dass der Platz fertig ist. "Ich finde es schön, dass jeder hier etwas über Kinderrechte lernen kann." Denn für die Zehnjährige haben Kinderrechte auch abseits des Kindertages eine besondere Bedeutung: "Manche Kinder haben nicht mal ein Zuhause oder genug Essen."