Dresden hat zu wenig Platz in den Frauenhäusern

Dresden - Großer Andrang auf Dresdens Frauenhäuser. Immer wieder weist die Stadt misshandelte Frauen ab, weil schlichtweg der Platz fehlt. Eine Stadträtin schlägt Alarm.

Stadträtin Berit Schönfeld (52, BSW) fordert mehr Geld für Dresdens Frauenhäuser.  © Steffen Füssel

Stadtweit gibt es mehrere Frauenhäuser, die genaue Anzahl und Lage verrät das Rathaus "aus Gründen der Verschwiegenheit" nicht.

Klar ist: Sie platzen aus allen Nähten. Die 18 Familienplätze sind ständig belegt, letztes Jahr mussten deshalb 33 schutzsuchende Frauen abgewiesen werden.

Das prangert BSW-Stadträtin Berit Schönfeld (52) an.

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"Jede Frau, die abgewiesen wird, ist eine zu viel", sagt sie. "Im schlimmsten Fall kehren sie zu ihrem Peiniger zurück. Diese Erniedrigung dürfen wir nicht hinnehmen."

Die Stadt beteuert, dass trotz Platzmangels jede nachfragende Frau Unterstützung durch Beratung oder eine Unterbringung - auch im Umland - finde.

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Die Finanzierung des Freistaats sei "unzureichend", daran sei der Ausbau der Kapazitäten in Dresden bislang gescheitert. Schönfeld fordert deshalb: "Dresden muss selbst ausreichend Mittel bereitstellen und im Haushalt verankern."

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