Altkanzler Scholz in der Frauenkirche: Das hat er in Dresden zu sagen
Dresden - Vor ziemlich genau einem Jahr schied Olaf Scholz (67, SPD) als Kanzler aus dem Amt, machte sich seither eher rar. Am Dienstagabend tauchte er wieder in Dresden auf – bei einem Podiumsgespräch in der Frauenkirche.
Thema des Abends: die internationale Politik, das Völkerrecht und – in diesem Zusammenhang – die Frage "Kooperation oder Konfrontation?".
Mit Scholz nahmen Ministerpräsident Michael Kretschmer (51, CDU) und die Völkerrechtlerin Prof. Dr. Heike Krieger (57) von der Freien Uni Berlin auf dem Podium Platz.
Kleiner Spoiler: Alle drei Debattengäste setzten (erwartungsgemäß) eher auf die Kooperation. Alleingänge gegen das Völkerrecht wurden sowohl von Kretschmer als auch von Scholz gerügt.
Applaus gab es von den gut gefüllten Kirchenbänken, als der Ministerpräsident den von Israel und USA begonnenen Irankrieg – anders als die amtierende Bundesregierung – klar völkerrechtswidrig nannte.
Scholz und Kretschmer harmonieren
Überhaupt schienen sich der Altkanzler und der amtierende Sachsen-MP trotz unterschiedlicher Parteibücher gut zu verstehen.
Beide betonten auch die Notwendigkeit der wirtschaftlichen Anstrengung, wolle man als Bundesrepublik auch morgen noch eine relevante Rolle in der Welt spielen.
Die Veranstaltung war organisiert vom Dresdner Forum für Internationale Politik.
Titelfoto: Eric Münch
