Dresdner Friedenspreis für starke Stimme aus Polen

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Dresden - Große Bühne, eindeutige Botschaft: In der Semperoper ist am Sonntag zum 17. Mal der Dresdner Friedenspreis verliehen worden. Mitten im Rampenlicht: die polnische Autorin Klementyna Suchanow (52).

Der ehemalige luxemburgische Außenminister Jean Asselborn und Friedenspreis-Geschäftsführer Peter Ufer (62, r.) übergaben der Frauenrechtlerin die Bronze-Preis-Skulptur feierlich auf der Bühne der Semperoper.
Der ehemalige luxemburgische Außenminister Jean Asselborn und Friedenspreis-Geschäftsführer Peter Ufer (62, r.) übergaben der Frauenrechtlerin die Bronze-Preis-Skulptur feierlich auf der Bühne der Semperoper.  © Norbert Neumann

Bereits 2016 begann sie mit Frauenprotesten in Polen. Als die rechtspopulistische PiS-Regierung die Abtreibungsregeln verschärfte, brachte die Frauenrechtlerin Tausende Menschen auf die Straße und stand an der Spitze der Protestbewegung.

Dass die 17. Preisträgerin mit ihrem Engagement polarisiert, machte Friedenspreis-Geschäftsführer Peter Ufer (62) in seiner Rede deutlich: "Uns erreichten Mails von strenggläubigen Katholiken aus Österreich, dass sie den Preis nicht bekommen soll."

Für Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) ist die Feministin damit eine "starke Stimme für Freiheit und Menschenrechte und macht sichtbar, wie demokratische Errungenschaften und Frauenrechte unter Druck stehen". Auch Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (48, Linke) gratulierte: "Suchanow engagiert sich für Frieden und Freiheit, weil sie wahrnimmt, dass unsere hart erkämpfte Freiheit verteidigt werden muss."

Mit dem Auftritt von Rapper Juse Ju (44) gab es auf der Semperoper-Bühne erstmals einen Rap-Auftritt.
Mit dem Auftritt von Rapper Juse Ju (44) gab es auf der Semperoper-Bühne erstmals einen Rap-Auftritt.  © Norbert Neumann
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Der frühere luxemburgische Außenminister Jean Asselborn (76, l.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) erwiesen der Preisträgerin Klementyna Suchanow (52) in ihren Reden alle Ehre.
Der frühere luxemburgische Außenminister Jean Asselborn (76, l.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (50, CDU) erwiesen der Preisträgerin Klementyna Suchanow (52) in ihren Reden alle Ehre.  © Norbert Neumann

Für Suchanow selbst hat die Auszeichnung eine besondere Bedeutung: "Wenn man mit Aktivismus anfängt und alles in seinem Leben aufs Spiel setzt, denkt man erst mal nicht an so was. Man denkt, man sei allein. Doch mit so einem Preis merkt man: 'Es gibt Leute, die unsere Taten sehen und honorieren.'"

Titelfoto: Fotomontage: Norbert Neumann

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