Dresdner Friedenspreis: Zur Verleihung wird getanzt und gerappt
Dresden - Der Kampf für Frieden und Freiheit wird in Dresden seit 2010 mit dem "Dresdner Friedenspreis" gewürdigt. In diesem Jahr wird die polnische Autorin und Aktivistin Klementyna Suchanow (52) in der Semperoper mit dem mit 10.000 Euro dotierten Preis geehrt.
Geschäftsführer Peter Ufer (62) begründet die Wahl damit, dass "Suchanow seit 2016 immer wieder Zehntausende in Polen auf die Straße brachte, um gegen den Abbau des Rechtsstaates und die Verschärfung des Abtreibungsgesetzes zu demonstrieren."
Zudem beschäftige sich die polnische Preisträgerin in ihren Büchern und Artikeln mit "den globalen Verflechtungen von radikal religiösen und politisch ultrakonservativen bis rechtsgerichteten Kreisen".
Die Preisverleihung ist dabei nicht etwa als trockene Laudatio gedacht, sondern einmal mehr als Event.
Die renommierte Dresdner Choreografin Katja Erfurth (55) zeigt eine Tanzperformance, die sich mit den Texten und Gedanken der Preisträgerin Suchanow auseinandersetzt.
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Friedenspreis wird am 12. April verliehen
Der Berliner Rapper Juse Ju (bürgerlich Justus Hütter, 43) soll für Stimmung sorgen, "die es so in der Semperoper auch noch nicht gab", konstatiert Ufer schmunzelnd.
Der von der Klaus-Tschira-Stiftung unterstützte Friedenspreis wird am Sonntag, 12. April, um 11 Uhr, verliehen. Der Eintritt kostet 10 Euro.
Am Folgetag (Montag) findet um 18 Uhr eine Podiumsdiskussion mit Klementyna Suchanow im Militärhistorischen Museum statt. Der Eintritt hierzu ist frei. Infos: friedenspreis-dresden.de.
Titelfoto: Bildmontage: 123RF/tomas1111, Andrzej Świetlik
