Durch TikTok und Instagram berühmt geworden: Popstar SOPHIA kommt nach Dresden

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Dresden - Von null auf hundert – so lief die Karriere der Popsängerin SOPHIA (bürgerlich: Sophia Bauckloh, 30). Sie startete mit Eigenkompositionen aus dem Wohnzimmer wie "Niemals allein" oder "Wenn es sich gut anfühlt", die in sozialen Netzwerken wie Instagram oder TikTok an die Spitze der Streaming-Charts schossen. Dafür gab es die "Goldene Henne" als Bester Newcomer. Im Februar ist SOPHIAs drittes Album "Durch die Blume" erschienen. Mit neuem Singer-Songwriter-Pop geht sie jetzt auf Open-Air-Sommer-Tour. In Dresden am 3. Juli zu erleben auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch.

Denkt sehr viel und lässt musikalische Blumen sprechen: Popstar SOPHIA (30).
Denkt sehr viel und lässt musikalische Blumen sprechen: Popstar SOPHIA (30).  © PR/Phil Hessler

TAG24: SOPHIA, "Durch die Blume" ist im Februar erschienen. Musiker bezeichnen ihr neuestes Album gern als bestes – welchen Stellenwert hat "Durch die Blume" für dich?

SOPHIA: Das "beste" würde ich nicht sagen, so beurteile ich das nicht. Es ist aber sicherlich das persönlichste Album, das abwechslungsreichste und intensivste. Sicherlich auch komplizierter als bisher und durchdachter. Man wird ja mit der Zeit perfektionistischer.

TAG24: "Durch die Blume" ist dein drittes Album. Hat sich denn dein Stil verändert, gab's eine Weiterentwicklung?

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Der Stil ist immer songabhängig. Über allem steht die Frage: Wie klinge ich? Was ist der typische SOPHIA-Sound?

TAG24: Der Album-Titel hat ja etwas Sprechendes. Gibt es Botschaften, die du "durch die Blume" mitteilen möchtest?

Das ist bei allen Songs so! Aber es sind keine "Geheimbotschaften", sondern unterschiedlichste Gefühle. Ich transportiere immer ein Gefühl und suche schöne Zeilen dafür.

SOPHIA ist ein "Overthinker"

TAG24: In vielen Songs scheinst du aber Themen wie Unsicherheit und Selbstzweifel zu verarbeiten. Haderst du viel mit dir?

Voll, definitiv. Ich beschäftige mich tatsächlich oft mit mir selbst und stehe mir – glaube ich – auch oft selber im Weg. Ich bin sicherlich ein "Overthinker", der manchmal zu viel grübelt, was mich selber krass nervt. Dieses ganze Gedankenkarussell fließt natürlich in meine Musik ein.

TAG24: Wie entstehen deine Texte?

Ganz unterschiedlich. Meistens sind es Situationen, die ich im Alltag erlebe. Ich mache mir dann Handynotizen darüber. Die hebe ich auf, finde sie oft später erst wieder und suche dann nach Zeilen und Sätzen, die ich cool finde.

TAG24: Seit wann machst du schon Musik, wie fing das an?

Mit zwölf habe ich Gesangsunterricht genommen. Damals habe ich aber wirklich nur gesungen, nichts geschrieben. Dann hatte ich ja erst mal Goldschmiedin gelernt. Erst 2020 bin ich in München für professionelle Aufnahmen ins Studio gegangen. Anfangs noch auf Englisch. Dann wollte ich eine Session auf Deutsch machen. Daraus ist meine erste Single "Niemals allein" entstanden und dabei ist es dann geblieben.

TAG24: Die Songs entstehen in einem kleinen Team, hast du erzählt. Ist das ein Songwriter-Team oder muss man es sich als Band vorstellen?

Mit der Band hat es nichts zu tun. Wir haben einen Produzenten, Philipp Evers, der tüftelt am Sound, gleichzeitig habe ich ein oder zwei Songwriter an der Seite. Wir haben erste Textzeilen und erste Melodie-Ideen und überlegen zusammen, wie daraus die Songs werden sollen. Aber das letzte Wort habe ich! Ich sage, was ich schreiben möchte. SOPHIA steht ja am Ende drauf, also muss SOPHIA auch drin sein.

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Direkter Austausch mit den Fans ist der Sängerin wichtig

TAG24: Richtig bekannt wurdest du dann via Instagram und TikTok: Ist das heute der gängige Weg für junge Künstler?

Ich glaube schon. Man kann mit seiner Musik früh aus der Kammer herauskommen. Social Media ist ein super Instrument, um unkompliziert die Leute zu erreichen und sich etwas aufzubauen.

TAG24: Es ging dann ziemlich schnell, die Streamingzahlen allein für die Debütsingle "Niemals allein" schossen hoch, du hast etwa Ed Sheeran abgehängt. Dann gab's die "Goldene Henne" als bester Newcomer. Wie hast du das erlebt, konntest du das alles realisieren?

Nicht so richtig. Wer von draußen draufguckt, denkt vielleicht: 'Oh, wie krass.' Ich bin aber selber eher step by step hineingestolpert. Zum Beispiel "Goldene Henne"-Gala: Da stehst du vor so vielen Leuten in einer großen Halle, aber tags drauf war ich ganz intim bei meiner Oma zum Kaffeetrinken. Ein völliges Wechselbad. Auch nach der Frühjahrs-Tour bleibt kaum Zeit, im Kopf zu sortieren, was man alles erlebt hat.

TAG24: Mittlerweile bist du bei einer großen Plattenfirma, Universal. Die übernehmen natürlich das Marketing. Ist Social Media noch wichtig für dich? Brauchst du das direkte Feedback?

Definitiv, das ist mir das Wichtigste. Klar hat man jetzt ein Label am Start, das sich um vieles kümmert. Aber es geht um die Musik, die das Publikum erreichen soll, die auch etwas mit den Leuten machen soll. Dafür ist mir der direkte Austausch mit den Fans enorm wichtig.

"Wieder wie das erste Mal": SOPHIA vor Konzerten immer noch aufgeregt

Am 3. Juli ist SOPHIA auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch zu erleben.
Am 3. Juli ist SOPHIA auf dem Konzertplatz Weißer Hirsch zu erleben.  © Thomas Türpe

TAG24: Nach dem Album folgt die Tour. Im März wart ihr bereits unterwegs, jetzt stehen die Sommer-Open-Airs an. Was bedeuten dir Konzerte?

Konzerte sind am Ende das, warum man es macht. Bei der Social-Media-Kommunikation am Handy oder über das Streaming ist ja immer auch eine Distanz da. Daher ist es besonders schön und wichtig, face to face vor den Leuten zu stehen, gemeinsam mit ihnen die Emotionen zu feiern und durch die eigenen Songs zu gehen. Die Reaktionen sind total magisch: Die Leute singen mit, liegen sich in den Armen oder weinen auch mal. Die Distanz ist dann weg und das ist toll.

TAG24: Bist du vor den Sommer-Open-Airs noch aufgeregt oder seid ihr jetzt voll eingespielt?

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Eingespielt ist die Band in jedem Fall, aber wenn es losgeht, ist es wieder wie das erste Mal. Bei den ersten drei, vier Shows habe ich ganz schön gezittert. Wenn es dann gut ging, kommt das Selbstvertrauen ganz von selbst. Aber die Frühjahrs-Tour ist schon drei Monate her, da werden sich die ersten Gigs wieder wie ein Neustart anfühlen.

Rest-Tickets für das Konzert am Weißen Hirsch ab 54,40 Euro.

Titelfoto: PR/Phil Hessler

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