Dresden - Raus aus der Flaute, rein ins Eigenheim: Mit Optimismus startet die 36. "Baumesse HAUS" in den Baufrühling. Ab Donnerstag präsentieren mehr als 400 Aussteller aus sieben Ländern die neuesten Technologien und besten Materialien, die das Bauen trotz steigender Preise attraktiv machen – vom Neubau bis zur Altbausanierung.
Bis Sonntag können Häuslebauer, Bauwillige und Hausherren auf dem Messering 6 Anregungen für ihr Zuhause holen: energieeffiziente Häuser, smarte Lösungen, innovative Heizsysteme und klassische Materialien wie Dachziegel mit Solarmodulen oder Fußbodenfliesen.
Denn gerade in Krisenzeiten gewinnt das eigene Heim wieder an Bedeutung: "Jetzt, wo nicht mal mehr Reisen sicher ist, wird es wieder vermehrt zum Rückzugsort", erklärt Messe-Sprecherin Ines Kurze (59).
Ein klarer Trend ist in diesem Jahr der Holzbau: Rund ein Viertel aller Häuser wird inzwischen aus Holz gebaut.
Nachwuchs-Chef Karl Kraut junior (22) vom Familienunternehmen Kraut3 zeigt mögliche Entwürfe per Hologramm-Projektor und erklärt: "Pro Quadratmeter liegen wir mittlerweile bei zwischen 2600 und 3700 Euro. Ein Einfamilienhaus kostet so schnell über 400.000 Euro – ohne Grundstück." Trotzdem schöpft Kraut junior Hoffnung daraus, dass "uns mit der Chip-Industrie ein Bau-Boom bevorsteht".
Neben den Ausstellungen gibt es auch Vorträge zu Baurecht und praktische Tipps für die wichtigsten Anträge rund ums Heizen im Eigenheim. Geöffnet bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr. Tickets: 12/10/6 Euro. Infos: baumesse-haus.de.