Magischer Abend für Purple Disco Machine: 9000 Fans feiern "naive Idee"
Dresden - Der Dresdner Zwinger kann Konzert! Am Freitag startete Purple Disco Machine in seinen viertägigen Auftritts-Marathon, ließ sich vor heimischer Kulisse bejubeln. Bei sommerlichen Temperaturen feierten 9000 Fans eine "naive Idee".
20.07 Uhr lief Tino Piontek (46), so der bürgerliche Name des Grammy-Preisträgers, durch das Kronentor des Zwingers und platzierte sich aufgeregt hinter seinem DJ-Pult. Gemeinsam mit dem britischen Sänger Moss Kena (28) startete er mit "Fireworks" in den Abend - stilecht mit lilafarbener Jacke.
Ein Feuerwerk blieb zwar bis zum Schluss aus, allerdings hatte der Abend jede Menge Gänsehaut-Momente zu bieten. Die Kulisse allein sprach für sich, jeder Besucher spürte, dass das etwas Besonderes ist. Das Motto des Abends: Lila und Glitzer!
Emotional wurde es, als es um Pionteks Heimat Dresden ging. Angefangen von Friedrich Liechtenstein (70), der live auf der Bühne die Frage beantwortete: Was ist Dresden und es mit einem Ei verglich ("Dresden, du bist das Dotter. Das DD steht für Dotter").
Gefolgt von Video-Einspielern, in denen sich unter anderem Comedian Olaf Schubert (58), Dynamo-Kapitän Stefan Kutschke (37) oder "White Lotus"-Star Christian Friedel (47) dazu äußerten, warum sie diese Stadt so lieben.
Mit zunehmender Dunkelheit wurde die Pracht des Zwingers - im 18. Jahrhundert für August den Starken zum Feiern errichtet - immer deutlicher, angestrahlt von Dutzenden Scheinwerfern, Laser- und Nebeleffekten. Die beiden Springbrunnen in der Mitte wurden ebenfalls farblich in Szene gesetzt.
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Purple Disco Machine in Dresden: Stimmung ausgelassen
Nach knapp eineinhalb Stunden sprach der 46-Jährige dann auch zum ersten Mal mit dem Publikum. Es sei damals eine "naive Idee" gewesen, im Dresdner Wahrzeichen spielen zu wollen.
Er dankte seinem Team, das ganze zwei Jahre dafür gekämpft habe, dass diese Konzerte überhaupt umgesetzt werden konnten. "Ich hätte mir keine schönere erste Show vorstellen können", bedankte er sich abschließend bei seinen Fans.
Die Stimmung im Vergleich zum Konzert an den Filmnächten im vergangenen Jahr ebenfalls ausgelassen, aber ruhiger. Die Bühne kleiner, die Show ebenfalls. Das mag sicherlich an den Dutzenden Bestimmungen liegen, die diese Barock-Kulisse mit sich bringt. Vermisst wurde von einigen Fans am Abend auch Sängerin Sophie and the Giants.
Aber: Obwohl es ein Konzert in dieser Größenordnung (9000 Menschen) im Zwinger zuvor noch nicht gab, lief alles super organisiert ab.
Kein Gedränge, jeder Fan hatte ausreichend Platz zum Tanzen. Und Anlass dafür gab's genug. Ob seine Hits wie Devil in Me, Hypnotized, Substitution oder Remixe von Michael Jacksons Billy Jean und Madonnas Like a Prayer. Dieser Abend hatte etwas Magisches.
Den Abschluss des einzigartigen Abends bildete Purple Disco Machine mit Taranteeno und dem Song "Next To You", ehe er sich 21.53 Uhr von seinem Publikum verabschiedete. Weiter geht's am Samstag.
Titelfoto: Montage: Robert Michael/dpa, Pierre Pinisch

