Von Lindenberg bis Zander: 100. Ausstellung im "Kastenmeiers"
Dresden - Jubiläum im "Kastenmeiers": Seit dem Wochenende ist die 100. Kunstausstellung im Lokal von Promi-Wirt Gerd Kastenmeier (56) im Hotel Kempinski zu sehen. Der Radebeuler Grafiker Steffen Schuster zeigt seine spannend verfremdeten Arbeiten, die Acryl-Malerei, Fotografie und digitale Kunst vereinen.
Die erste Ausstellung fand 2010 statt - damals war das "Kastenmeiers" ein reines Fischrestaurant, das noch im Kurländer Palais auftafelte. Der erste Künstler stellte seine Porträts von Gorbatschow, Dalai Lama & Co. unter dem geheimnisvollen Namen "NoName" aus - dahinter verbarg sich Erik Born, der das Restaurant auch in Sgraffito-Technik "ausgemalt" hatte.
Dank der Galerie Walentowski stellten sogar Promis wie Udo Lindenberg und Frank Zander aus. Porträts von Weltstars wie Stevie Wonder oder Janet Jackson zeigte deren Hausfotograf Eddie Wölfl, der kurz nach seiner Dresden-Schau 2016 verstarb.
"Die Mehrzahl der Künstler kommt jedoch aus Sachsen", so Kastenmeier. "Einige wenige haben sogar zweimal ausgestellt."
Jeden Morgen die wichtigsten Nachrichten direkt in dein Postfach.
- Lokale Nachrichten aus Dresden & Umgebung
- Exklusive Hintergrundberichte
- Jederzeit abbestellbar
Warteliste der Künstler reicht bis 2028
Dazu zählt der Meißner Künstler Kay "Leo" Leonhardt.
Die 59. Ausstellung war die erste nach dem Umzug 2019 ins Kempinski - mit Arbeiten von Carsten Linke. Seither müssen die Künstler auch Nachtarbeiter sein.
Denn gehängt wird über Mitternacht - zwischen Küchenschluss am Abend und dem Frühstück der Hotelgäste. Gewechselt wird alle sechs bis acht Wochen, die Warteliste der Künstler reicht bis 2028.
Mit knapp zwei mal zwei Metern lieferte Jens Wolke das bis dato größte Bild, Michel Friess mit 1500 Euro das teuerste.
Titelfoto: Thomas Türpe
