Von Lindenberg bis Zander: 100. Ausstellung im "Kastenmeiers"

Dresden - Jubiläum im "Kastenmeiers": Seit dem Wochenende ist die 100. Kunstausstellung im Lokal von Promi-Wirt Gerd Kastenmeier (56) im Hotel Kempinski zu sehen. Der Radebeuler Grafiker Steffen Schuster zeigt seine spannend verfremdeten Arbeiten, die Acryl-Malerei, Fotografie und digitale Kunst vereinen.

Steffen Schuster (42) vor einem seiner Bilder, das den verfremdeten Times Square in New York zeigt.  © Thomas Türpe

Die erste Ausstellung fand 2010 statt - damals war das "Kastenmeiers" ein reines Fischrestaurant, das noch im Kurländer Palais auftafelte. Der erste Künstler stellte seine Porträts von Gorbatschow, Dalai Lama & Co. unter dem geheimnisvollen Namen "NoName" aus - dahinter verbarg sich Erik Born, der das Restaurant auch in Sgraffito-Technik "ausgemalt" hatte.

Dank der Galerie Walentowski stellten sogar Promis wie Udo Lindenberg und Frank Zander aus. Porträts von Weltstars wie Stevie Wonder oder Janet Jackson zeigte deren Hausfotograf Eddie Wölfl, der kurz nach seiner Dresden-Schau 2016 verstarb.

"Die Mehrzahl der Künstler kommt jedoch aus Sachsen", so Kastenmeier. "Einige wenige haben sogar zweimal ausgestellt."

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Frank Zander (84, r.) brachte 2020 zur Dresdner Ausstellung Sohn Marcus mit.  © privat
Der "Selfie-Fisch" von Frank Zander.  © Galerie Walentowski
2018 im alten Lokal im Kurländer Palais: Gerd Kastenmeier (56, r.) mit Urban-Art-Künstler René Turrek.  © Holm Helis
Ganz entspannt: 2010 stellte Rocker Udo Lindenberg "No Panic" aus.  © Galerie Walentowski

Warteliste der Künstler reicht bis 2028

Aktuell sind die Bilder von Steffen Schuster im "Kastenmeiers" zu sehen.  © Thomas Türpe

Dazu zählt der Meißner Künstler Kay "Leo" Leonhardt.

Die 59. Ausstellung war die erste nach dem Umzug 2019 ins Kempinski - mit Arbeiten von Carsten Linke. Seither müssen die Künstler auch Nachtarbeiter sein.

Denn gehängt wird über Mitternacht - zwischen Küchenschluss am Abend und dem Frühstück der Hotelgäste. Gewechselt wird alle sechs bis acht Wochen, die Warteliste der Künstler reicht bis 2028.

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