Dresden - Raketen, Tiger-Panzer und sogar Nazi-Ufos: Die neue Ausstellung im Militärhistorischen Museum der Bundeswehr zeigt, wie Waffen im Nationalsozialismus gezielt für Propaganda eingesetzt wurden.
Originale Kriegsgeräte und Modelle erklären, warum manche dieser Waffen bis heute legendär sind. Die Schau "Wunderwaffen" macht deutlich: Propaganda und Waffen gehen Hand in Hand.
Militärhistoriker Kurator Jens Wehner (47) sagt: "Das Thema ist bei uns schon lange präsent gewesen. 2017 haben wir ein eintägiges Event gemacht und gesehen, wie groß das Interesse ist."
In der Ausstellung zu sehen sind beeindruckende Stücke: eine V1-Vergeltungswaffe mit Abschussrampe, ein Tiger-Panzer im Maßstab 1:1 und eine 8,8-Zentimeter-Flak.
Viele andere Waffen gibt es als 3D-Modelle, etwa den 1000-Tonnen-Panzer, der nie gebaut wurde. "Viele dieser angeblichen Wunderwaffen gab es am Ende gar nicht wirklich."
Was ist das Ziel der Ausstellung?
Die Ausstellung zeigt auch, wie die NS-Propaganda Waffen inszenierte, um Stärke und Sicherheit zu vermitteln.
"Waffen waren nicht nur Technik, sondern eine Botschaft", so Wehner. Von echten Raketen über Fantasieprojekte bis zu Nazi-Ufo-Mythen wie der Reichsflugscheibe wird die Schau immer kurioser.
Ziel sei es, Besuchern zu vermitteln, Kriegspropaganda, auch in aktuellen Zeiten, kritisch zu hinterfragen.