"Schneegewitter" deckt Dresden in weißen Mantel: Frau Holle lässt die Flocken tanzen

Dresden - Was für ein Schauspiel! Auch Dresden wurde am späten Mittwochabend Bühne eines seltenen Wetter-Schauspiels. Ein Schneegewitter machte sich über der Landeshauptstadt breit und sorgte über Nacht für ordentlich weiße Pracht.

Der Zschonerbach kämpft mit den Flocken.
Der Zschonerbach kämpft mit den Flocken.  © Roland Halkasch

Es wirkte fast unwirklich. Während die einen sich so langsam fürs Bett bereit machten, legte Frau Holle erst so richtig los.

Viele Dresdnerinnen und Dresdner konnten dann weder ihren Ohren noch ihren Augen trauen.

Mitten im Januar blitzte und donnerte es über der Elbflorenz. Der Himmel war hell und die Straßen, Bäume und Dächer wurden in Windeseile von einer weißen Schneedecke umschlungen.

Egal ob am Zschonergrund, in der Neustadt oder am Flussbett der Elbe.

Dresden ließ sich in eine Winterlandschaft verzaubern.

Der Zschonergrund im weißen Winteridyll

An der Zschonergrundmühle entstand eine traumhafte Winteridyll.
An der Zschonergrundmühle entstand eine traumhafte Winteridyll.  © Roland Halkasch

Auch die Dresdner Neustadt freut sich über reichlich Schnee

Der Blick auf die Schauburg in Dresden. Auch am Morgen lag noch ordentlich Schnee auf Dresdens Straßen und Dächern.
Der Blick auf die Schauburg in Dresden. Auch am Morgen lag noch ordentlich Schnee auf Dresdens Straßen und Dächern.  © privat
Friedlich liegt das kühle Weiß über den Dächern der Neustadt.
Friedlich liegt das kühle Weiß über den Dächern der Neustadt.  © privat

Auch der Weiße Hirsch macht mit neun Zentimetern seinem Namen alle Ehre

Neun Zentimeter sind eine Ansage von Frau Holle!
Neun Zentimeter sind eine Ansage von Frau Holle!  © Ove Landgraf

Auch das Blaue Wunder ist in Weiß gehüllt

Was für ein schöner Blick auf das "Blaue" Wunder.
Was für ein schöner Blick auf das "Blaue" Wunder.  © Steffen Füssel

Schnee und Gewitter zugleich? Ein seltenes Schauspiel

Nicht nur bei Twitter fragte sich so mancher, wie es denn sein kann, dass es sowohl Schnee als auch Gewitter zur gleichen Zeit zu sehen gibt. "Noch nie erlebt", schrieb eine Dresdnerin noch am Mittwochabend auf dem Social-Media-Dienst.

Dabei hat das Spektakel durchaus Seltenheitswert. Das rare Wetterphänomen unterscheidet sich vom klassischen Sommergewitter darin, dass sich die Energien nicht aus warmer Luft speisen, sondern aus recht großen Temperaturunterschieden zwischen hohen und bodennahen Luftschichten.

Da die starke Sonneneinstrahlung in den Wintermonaten fehlt, muss es gerade in den oberen Luftschichten zu äußerst tiefen Temperaturen kommen.

Der Weg zur Arbeit ist heute etwas schwerer

Für alle Dresdner Radler und Radlerinnen könnte der Weg in die Arbeit heute ein wenig schwerer werden.

Immerhin: Alle Nutzer der öffentlich Verkehrsmittel kommen bislang gut durch den Schnee. Die Dresdner Verkehrsbetriebe meldeten bis zur Stunde noch keinerlei Störungen aufgrund der Witterung.

Titelfoto: Steffen Füssel, Roland Halkasch

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